Überblick
Etwa 10.000 – 12.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland wechseln jede Woche die Schule, weil ihre Eltern als beruflich Reisende unterwegs sind: als Schausteller, reisende Handwerker, als Binnenschiffer oder als Artisten im Zirkus. Der Bildungsweg dieser Kinder ist dabei zudem bestimmt durch häufigen Wechsel von einem Bundesland zum anderen, nicht selten auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Dies führt zu erheblich geringeren Unterrichtszeiten und oft unzureichend begleitenden Übergängen von der vorschulischen Betreuung bis zur beruflichen Bildung. Vor diesem Hintergrund gibt es - in Abstimmung mit den Verbänden und Elternvertretern dieser Berufsgruppen - vielfältige Bemühungen der Länder, die Lernbedingungen dieser Kinder zu verbessern und ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen. Ein wichtiger Schritt hierzu war der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18./19.09.2003, den Lernweg und Lernstand der Kinder in einem Schultagebuch zu dokumentieren und somit den Lehrkräften an den ständig wechselnden Lernorten anhand von Lernbausteinen gezielten Unterricht zu ermöglichen. In den im Jahr 2005 hierzu veröffentlichten Handreichungen zum Schultagebuch sind die verschiedenen Unterrichtsangebote für Kinder von beruflich Reisenden beschrieben. Der Zugang zu den in diesem Bereich tätigen Institutionen sowie zu den Ansprechpartnern in den Ländern, das Schultagebuch und die Handreichung "Leben und Lernen auf der Reise" sowie die pädagogischen Konzepte sind auf der länderübergreifenden Homepage www.schule-unterwegs.de zu finden.
Links
Schultagebuch für Kinder von beruflich Reisenden
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