12.3.2010 - 13:25
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Kunst / Kultur

Koordinierung der länderübergreifenden Zusammenarbeit

Neben den klassischen Koordinierungsbereichen Schule und Hochschule ist die Förderung von Kunst und Kultur ein gleichrangiger dritter Schwerpunkt der Arbeit der Kultusministerkonferenz. Länderübergreifender Koordinierungsbedarf stellt sich hier zwar nicht mit gleicher Häufigkeit ein. Nach der Wiedervereinigung hat aber gerade die gemeinsame Anstrengung der Länder zur Sicherung des Kulturerbes in Ostdeutschland und im Zusammenhang damit auch die Frage des Bund-Länder-Verhältnisses in der Kulturförderung einen Beratungsschwerpunkt gebildet. Ferner haben die Länder in der Kultusministerkonferenz immer wieder gemeinsam zu einzelnen Kulturbereichen Stellung genommen und wirken durch die gemeinsame Förderung überregionaler Kultureinrichtungen zusammen.

Des Weiteren ist die Kultusministerkonferenz das Organ, mittels dessen die Länder gemeinsame Interessen im Kulturbereich auch zusammen mit der Bundesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden vertreten. Ein Beispiel dafür ist die „Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes insbesondere aus jüdischem Besitz“.

Um die Bedeutung der Kultur für die Arbeit der Konferenz weiter zu unterstreichen, wurde im Jahre 2004 eine neue Gesprächsreihe mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Fachorganisationen der jeweiligen Sparten eingeführt, die sich in der Zwischenzeit unter dem Titel „Kamingespräche der Kultusministerkonferenz“ etabliert hat und großes Interesse in der Fachöffentlichkeit erfährt. Bisher fanden Gespräche zu den Themen Musik und Darstellende Kunst, Literatur und Bildende Kunst (5/2004), (11/2004) Arbeitsmarkt Kultur und soziale Lage der Künstlerinnen und Künstler (2005), Freies Theater (2006), Kulturwirtschaft/Verhältnis zu Kulturpolitik (2007) sowie Integration und interkultureller Dialog (2008) statt. Weitere Kamingespräche sind in Folge geplant.