Kulturelle Bildung
Vor dem Hintergrund des Ausbaus der Ganztagsschulangebote beschäftigt sich die Kultusministerkonferenz seit 2004 verstärkt mit dem Bereich der kulturellen Bildung. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Zusammenarbeit zwischen dem Schul- und Kulturbereich. Hierzu hatte die Kultusministerkonferenz im Jahresverlauf 2004 zwei „Kamingespräche“ mit Künstlerinnen/Künstlern und Vertretern von Verbänden durchgeführt, die in erster Linie Möglichkeiten einer verstärkten Kooperation mit dem Schulbereich zum Inhalt hatten. Seither befindet sich die Konferenz laufend im Austausch über Maßnahmen, die in den Ländern zur Umsetzung dieses Ziels unternommen werden.
Die Konferenz hat am 01.02.2007 die „
Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung“ verabschiedet. Wesentliche Aussage der Empfehlung ist der Vorschlag einer gemeinsamen Agenda aller an der kulturellen Kinder- und Jugendbildung beteiligten gesellschaftlichen Kräfte, um trotz knapper öffentlicher Mittel die kulturelle Kompetenz der Jugend zu fördern. Aufgabe der Politik sollte es dabei sein, Rahmenbedingungen für eine Entfaltung der einzelnen Initiativen zu verbessern oder zu schaffen, die Nachhaltigkeit geeigneter Ansätze durch konkrete staatliche Maßnahmen sicherzustellen und eine Vorbildfunktion einzunehmen. Da die Kultusministerkonferenz übereingekommen war, die Entwicklung der kulturellen Kinder- und Jugendbildung kritisch und fördernd zu begleiten, empfehlenswerte Beispiele und Angebote lokaler, regionaler und überregionaler Netzwerke hervorzuheben sowie ggf. weiterführende Empfehlungen vorzubereiten, wird derzeit an einer Konkretisierung der "Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung" gearbeitet.
