20.4.2014 - 22:56
Schriftgrad:
Presse und Aktuelles |  Pressemitteilungen

06.07.2009

Schülerinnen und Schüler aus weltweit 90 Staaten zu Gast in Deutschland

Tereza aus Samarkand in Usbekistan muss nicht lange nachdenken, wenn sie gefragt wird, warum sie in ihrer Heimat das strenge Auswahlverfahren für ein Stipendium im Internationalen Preisträgerprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz absolviert hat: „Ich liebe die deutsche Sprache und Kultur, ich möchte sie noch besser verstehen lernen“, erklärt die 17-Jährige Schülerin selbstbewusst. Sie weiß auch, in welchen Städten sie in den nächsten vier Wochen „Land und Leute“ kennen lernen möchte, wie sie in akzentfreiem Deutsch hinzufügt. Köln, Hamburg, Berlin und München stehen auf ihrem Programm. Die Sehenswürdigkeiten, die sie besonders interessieren, kann Tereza bereits jetzt aufzählen.
Tereza hat sich gut vorbereitet - wie fast alle anderen der mehr als 500 Schülerinnen und Schüler aus weltweit 90 Staaten, die bis Mitte September in 38 internationalen Gruppen Deutschland besuchen. Während des vierwöchigen Aufenthalts sind sie in Familien mit gleichaltrigen Gastgeschwistern untergebracht. Gemeinsam mit ihnen besuchen sie die Schule und nehmen am Unterricht teil. Ergänzend dazu erhalten sie Unterricht in Deutsch als Fremdsprache.
Über ihre Motivation berichten viele Schülerinnen und Schüler, dass sie eine ferne und, wie sie sagen, besonders schwere Sprache erlernen wollten. Um an dem Programm, das die deutsche Sprache im Ausland fördern soll, teilnehmen zu können, haben sie sich in ihrer Heimat als landesbeste Deutschlernerinnen und Deutschlerner qualifiziert. In den internationalen Gruppen machen sie nun die Erfahrung, dass ein Mongole, eine Südafrikanerin und ein Brasilianer oftmals ein Hobby, in jedem Fall aber ausgezeichnete Deutschkenntnisse teilen. Viele von ihnen wissen schon jetzt, dass sie später einmal in Deutschland studieren wollen. „Technische Universität München, hoffentlich“, wirft lachend der mongolische Schüler bei einem Einführungsgespräch ein, „das wäre jedenfalls mein Traum.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ des Auswärtigen Amtes hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Zahl der Stipendien seiner „Betreuungsinitiative Deutsche Auslands- und Partnerschulen“ (BIDS) erheblich erhöhen können. Viele der Teilnehmer des Internationalen Preisträgerprogramms sind durch den Deutschlandsbesuch gut darauf vorbereitet, in dem Auswahlverfahren für die begehrten Hochschulstipendien des DAAD zu bestehen.
Hintergrund: Das Internationale Preisträgerprogramm findet seit 1959 jährlich statt und ist eines der ältesten Programme zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland im Schulbereich. Es wird vom Auswärtigen Amt finanziert und vom PAD organisiert. Die Auswahl der Schulen und Familien erfolgt durch die Kultusministerien und Senatsverwaltungen der Länder. Viele der Städte unterstützen die jungen Besucher mit Freifahrten, freiem Eintritt in städtische Einrichtungen und Einladungen in das Rathaus oder zu Stadtfesten.
Ansprechpartner im PAD: Jörg Kretschmer, Tel.: 0228 501-108, E-Mail: joerg.kretschmer(at)kmk(dot)org

Bild "All People smile in the same language"

©Helene Souza/PIXELIO