Das deutsche Abitur ist international anerkannt !
Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Prof. Rolf Wernstedt (Niedersachsen), erklärt zu den jüngsten Äußerungen der Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth, daß das deutsche Abitur in seinen Leistungsanforderungen internationaler Anerkennung, so insbesondere in Frankreich, nicht genüge: "Das deutsche Abitur muß nicht verändert werden, um internationale Anerkennung zu finden. Das deutsche Abitur ist international anerkannt und dabei gibt es keine Unterschiede in der Anerkennungspraxis der Reifezeugnisse aus den sechszehn Ländern in der Bundesrepublik. "Offenbar aus Unkenntnis fügt die Bundestagspräsidentin mit ihren Äußerungen dem deutschen Bildungssystem großen Schaden."
Aufgrund der Europäischen Konvention über die Gleichwertigkeit der Reifezeugnisse von 1953 hat jeder Inhaber eines Reifezeugnisses aus einem der Unterzeichnerstaaten dieser Konvention, zu denen auch Deutschland und Frankreich gehören, das Recht, sich um Zulassung zu den Universitäten und sonstigen Hochschulen der anderen Unterzeichnerstaaten zu bewerben. Diese Reifezeugnisse sind gegenüber den nationalen Reifezeugnissen als gleichwertig anzuerkennen. Die wechselseitige Anerkennung der Reifezeugnisse ist zwischen Deutschland und Frankreich durchgängige Praxis und es gibt keine Zweifel an der Qualität des deutschen Abiturs in Frankreich.
Auch innerhalb Deutschlands ist durch die Beschlüsse und Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz durchgängig dafür gesorgt wurden, daß eine Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung von Bildungsabschlüssen gewährleistet ist. Nicht zuletzt durch ihre letzte Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II vom Februar 1997 haben die Kultusminister der Länder die Standards und die Qualität des deutschen Abiturs gefestigt.
