Im Rahmen eines Pilotprojekts nahmen 34 Berliner Schülerinnen und Schüler an den Prüfungen zum „Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz“ (DSD, Stufe I) teil. An dem Projekt waren alle Lerngruppen aus den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg beteiligt, die aus dem Ausland zugezogene Schülerinnern und Schüler auf den Unterricht an einer Regelschule vorbereiten.
Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, verwies auf die Bedeutung des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz für die Sprachförderung im Rahmen der schulischen Erstintegration. Die Kultusministerkonferenz verfolge das Ziel, die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund weiter zu verbessern.
Schülerinnern und Schüler in diesen Lerngruppen sind zwischen 13 und 18 Jahren alt und stammen unter anderem aus der Türkei, Israel, Griechenland, Afghanistan und Kenia. Ziel des Projekts ist es, mit dem etwa einjährigen Deutschunterricht und der Teilnahme an den Prüfungen den Übergang in das deutschsprachige Lebensumfeld zu erleichtern und die Integration von ausländischen Jugendlichen weiter zu verbessern.
Mit dem Zertifikat „Deutsches Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz“ erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Deutschnachweis auf Grundlage Stufe A2/B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
Bisher konnte das „DSD“ als Bund-Länder-Projekt, das gemeinsam vom Auswärtigen Amt, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und der Kultusministerkonferenz der Länder unterstützt wird, nur an Schulen und Bildungseinrichtungen im Ausland abgelegt werden. Bund und Länder betreuen über 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 DSD-Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Weltweit nehmen in über 60 Ländern jährlich 56.500 Schülerinnen und Schüler an den Prüfungen zum „DSD“ teil.
Das „DSD“ in Deutschland wird neben Berlin in diesem Schuljahr auch in Hessen an Schülerinnen und Schüler, die aus dem Ausland zuziehen, vergeben.