Bewegung, Spiel und Sport als Chance nutzen

Im Rahmen der 147. Sitzung der Kommission „Sport“ der Kultusministerkonferenz am 26. Februar 2009 haben die für den Schulsport zuständigen Vertreter aller 16 Länder einen konstruktiven Dialog mit Repräsentanten des Deutschen Sportlehrerverbandes, der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft und der Deutschen Sportjugend des Deutschen Olympischen Sportbundes über Inhalt und Bedeutung des <link fileadmin veroeffentlichungen_beschluesse download>Beschlusses der Kultusministerkonferenz „Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung“ (Oktober 2008) geführt. Dabei ging es im Wesentlichen um seine Umsetzung in den Ländern. Mit dem Beschluss vom 16.04.2009 bekräftigt die Kultusministerkonferenz ihre bereits in früheren Erklärungen deutlich gemachte Position zum Sport in der Grundschule.
Die „Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung“ haben bei den Sportverbänden und in der Fachöffentlichkeit zu einer ausführlichen Diskussion über den hohen Stellenwert des Fachs Sport in der Grundschule geführt. Die im Fachprofil Grundschulbildung zu dem Studienbereich „Ästhetische Bildung“ zusammengefassten Studieninhalte der Fächer Bewegung, Kunst und Musik enthalten Anforderungen, die zukünftig von jedem Grundschullehrer erfüllt werden müssen. Darüber hinaus wird von allen Ländern in der Grundschullehrerausbildung ein Vertiefungs- oder Wahlpflichtfach Sport angeboten.
Die Zielsetzung ist, dass in der Primarstufe Lehrkräfte eingesetzt werden, deren Studium neben dem integrativen, bereichsübergreifenden Studienfach Grundschulbildung auch ein lehramtsbezogenes Fachstudium Sport umfasst. Damit wird im Ergebnis die Bedeutung primarstufenorientierter sportwissenschaftlicher und sportdidaktischer Inhalte auch an den Hochschulen gestärkt und diese können – im Rahmen länderspezifischer Vorgaben – weiter ausgebaut werden.