Welche pädagogischen Methoden und Konzepte gibt es, um das Thema Holocaust im Unterricht zeitgemäß zu vermitteln und im deutsch-israelischen Schüleraustausch aufzugreifen? Und welche Bedeutung haben Bildung und Erziehung nach dem Holocaust für die Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung und die Zusammenarbeit beider Staaten heute? Mit diesen Fragen befassen sich 17 Lehrkräfte aus Deutschland, die vom 22. Oktober bis 2. November 2015 an einer interdisziplinären Fortbildung in der Internationalen Schule für Holocaust Studien Yad Vashem teilnehmen.
Auf dem Programm stehen Vorträge und Seminare zur Gedenk- und Erinnerungsarbeit sowie Gespräche mit Überlebenden des Holocaust. Außerdem treffen die Teilnehmer/-innen in Jerusalem mit Lehrerkolleginnen und -kollegen zusammen, um Ideen für gemeinsame Austauschprojekte zu planen oder weiterzuentwickeln. Die Auswahl der Teilnehmer/-innen aus Deutschland haben die beteiligten acht Länder vorgenommen. Die Fortbildung wird federführend durch das Land Sachsen gemeinsam mit dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Auftrag der Länder koordiniert.
Die Lehrerfortbildung findet aus Anlass des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel statt. Grundlage ist die Gemeinsame Erklärung, die im Oktober 2013 zwischen der Internationalen Schule für Holocaust Studien Yad Vashem und der Kultusministerkonferenz unterzeichnet wurde. Die Lehrkräfte aus Deutschland unterrichten an Sekundarstufen. Sie verfügen bereits über Erfahrungen im bilateralen Austausch oder streben neue Projekte an. Die Finanzierung erfolgt durch die beteiligten Länder und aus Eigenbeiträgen der Teilnehmer.
Ansprechpartnerin im PAD für Rückfragen zum Programm:
Susanne Schwarzenberg, Tel.: 0228 / 501-258, Mail: susanne.schwarzenberg@kmk.org.