Vladslo ist ein kleines belgisches Dorf in der Nähe von Diksmuide und berühmt für den deutschen Soldatenfriedhof, auf dem sich auch das Grab des 1914 im Alter von 18 Jahren gefallenen Peter Kollwitz befindet. Die Skulptur der trauernden Eltern von Käthe Kollwitz, die dort errichtet wurde, berührt viele Besucher in besonderem Maße.
Auf diesem Friedhof hinterließen die Schülerinnen und Schüler des COMENIUS-Projektes einen Gedenktext. Das für zwei Jahre geplante Projekt begann 2012. Fünf Schulen aus Deutschland, Polen, Belgien, Großbritannien und der Türkei beteiligen sich. Die Jugendlichen erforschen die Geschichte der beiden Weltkriege, um zu verstehen, wie diese unser Leben beeinflusst haben. Nachdem sie sich im Mai 2012 im englischen Norfolk getroffen hatten, besuchten Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, England und Polen ihre Partner in der belgischen Stadt Diksmuide. Sie setzen sich mit dem 1. Weltkrieg auseinander und verfassten Texte, mit denen sie an das Grauen des Krieges erinnern. Gemeinsam besuchten sie den Friedhof in Vladslo, um vor der Skulptur der trauernden Eltern für die oft noch minderjährigen Soldaten eine Schweigeminute einzulegen, die in diesem Krieg starben. Unter der Skulptur kann man noch immer ihre Nachricht lesen: "No more wars, Never again", gezeichnet "The students from year 9".
Bereits seit 2002 führt die Friesenschule in Leer (Niedersachsen) pädagogisch begleitete Fahrten zu den Gedenkstätten des 1. Weltkriegs durch und organisiert internationale Schülerbegegnungen zum Thema. Die gut dokumentierte Webseite zum Friedensprojekt der Schule enthält viele Informationen und praktische Hinweise zur Durchführung solcher Fahrten.
Aktuelle Meldung zum Projekt bei der EU-Kommission
Mehr Informationen zum Friedensprojekt der Friesenschule in Leer (Niedersachsen)