In Deutschland werden derzeit grundlegende Veränderungen im Bildungsbereich umgesetzt. „Das nun vorliegende Nationale Dossier 2011/12 gibt wichtige Orientierungen über die aktuellen Entwicklungen und Strukturen sowie Verantwortlichkeiten vom Elementarbereich bis zur Weiterbildung“, betonte Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, in Berlin.
Im Schulbereich steht die Qualitätsentwicklung weiter im Zentrum der Reformanstrengungen. Die Maßnahmen der 16 Länder sind darauf ausgerichtet, für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen und die Durchlässigkeit im Bildungssystem weiter zu erhöhen. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden gezielt gefördert, um ihren Leistungsstand zu verbessern. Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss konnte im Berichtszeitraum weiter deutlich verringert werden.
Im Hochschulbereich sind inzwischen über 85 % der Studiengänge auf das gestufte Studiensystem mit Bachelor- und Masterstudiengängen umgestellt. Die damit verbundene Modularisierung des Studiums und die Einführung des Leistungspunktsystems sowie die studienbegleitenden Prüfungen haben zu einer klaren und transparenten Strukturierung des Studiums beigetragen.
Das Nationale Dossier wird von der nationalen Informationsstelle der Länder im Sekretariat der Kultusministerkonferenz für das "Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa"
(EURYDICE) erstellt. Im Sinne des europäischen Informationsaustauschs stehen die Gemeinsamkeiten des Bildungsföderalismus in den Bildungssystemen der 16 Länder im Vordergrund. Damit sich der Leser ein Bild von der Vielfalt des Bildungsangebotes in Deutschland machen kann, werden landesspezifische Besonderheiten in die Darstellung einbezogen.
Das Informationsdossier ist im Internet in deutscher und in englischer Sprache
downloadbar und kann in begrenzter Zahl als Broschüre beim
Dokumentations- und Bildungsinformationsdienst der Kultusministerkonferenz angefordert werden.