Auf Einladung der Ministerin für Nationale Bildung der Republik Polen, Frau Katarzyna Hall, reist eine Delegation der Kultusministerkonferenz (KMK) unter der Leitung ihres Präsidenten, Herrn Minister Henry Tesch, am 27. und 28. Mai 2009 nach Warschau. Zur Delegation gehören auch der von der Kultusministerkonferenz mit der Realisierung des Deutsch-Polnischen Geschichtsbuches beauftragte Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Herr Holger Rupprecht, sowie der Staatsekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Herr Hansjörg König.
"Ziel unseres Besuches ist es, die hervorragende Zusammenarbeit mit unserem östlichen Partnerland in kulturellen und bildungspolitischen Fragen noch weiter auszubauen und zu vertiefen. In einem geeinten und zusammenwachsenden Europa ist das Erlernen von Nachbarsprachen, deren Kultur, Geschichte und Tradition von unschätzbarer Bedeutung", erklärte Tesch.
Im Mittelpunkt der Reise stehen Gespräche im Ministerium für Nationale Bildung über die Förderung der jeweiligen Partnersprache und über die Umsetzung des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 17. Juni 1991. Außerdem wird von beiden Seiten über den Stand der Realisierung des geplanten Deutsch-Polnischen Geschichtsbuches berichtet. Ein Gedankenaustausch über die deutsch-polnischen Beziehungen findet im polnischen Außenministerium statt. Der KMK-Präsident wird ferner das zweisprachige Lyzeum sowie die Willy Brandt Schule in Warschau besuchen.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Reise ist die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zwischen der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und dem Ministerium für Nationale Bildung der Republik Polen zur Einführung der bilingualen Matura im Fach Deutsch an allgemeinbildenden Lyzeen in Polen als zweite Unterrichtssprache und als Sprachnachweis für den Hochschulzugang in Deutschland. "Diese Vereinbarung wird dazu beitragen, die traditionell guten Beziehungen im Bildungsbereich zwischen Deutschland und Polen weiter auszubauen", so der KMK-Präsident.