Ob sie Frühstücksdosen öffnen, um die Pausenverpflegung zu prüfen oder in der Schulküche Teig rühren, um Weckmänner zu backen: Die chinesischen Jugendlichen, die im November 2014 für zehn Tage nach Neuss kamen, waren neugierig und interessiert an den Lebensgewohnheiten ihrer deutschen Gastgeber. Es war ein Wiedersehen mit den Jugendlichen, die sie im Frühjahr in Wuxi auf dem dortigen Campus begrüßen konnten. Gemeinsam hatten sie nicht nur Taiji auf dem Schulhof geübt, sondern auch über die Vor- und Nachteile von Fastfood für die Gesundheit diskutiert.
In ihrer Projektarbeit befassten sich die 16- bis 20-jährigen Schülerinnen und Schüler mit Gesundheitsförderung in ihren Schulen und Ausbildungsbetrieben und erstellten dazu Video-Podcasts. In einer Chinesisch-AG hatten sich die Neusser Jugendlichen auf den Austausch vorbereitet. Das Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik des Rhein-Kreises Neuss und das Ausbildungszentrum für Mittlere-Betrieblich-Technische Führungskräfte Wuxi, ermöglichen seit 2007 jedes Schuljahr einer neuen Schülergruppe, ihren Horizont durch deutsch-chinesische Projektarbeit zu erweitern und in die fremde Kultur einzutauchen.
"Das projektbezogene Arbeiten ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine intensive Auseinandersetzung mit Aspekten des Alltags der Partner. Indem sie ihre Projektarbeit immer stärker selbst organisieren, werden sie selbständiger und auch ihr Selbstbewusstsein wächst", begründet der PAD die Auswahl zum "Projekt des Monats". Die Chinesisch-, Englisch- und Deutschlehrerin Sigrid Thomas koordiniert seit sieben Jahren den Austausch mit China und begleitet die Gruppen auf ihren Begegnungen. Fachlich unterstützt wurde die Projektarbeit von Dr. Susanne Nebel, die am Berufskolleg die Gesundheitsmanagement-Klasse betreut und die medizinischen Fachangestellten unterrichtet.
Die Partnerschaft mit Projektarbeit fördert der PAD aus Mitteln der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) des Auswärtigen Amtes.
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