Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag, auch Elysée-Vertrag genannt, wurde 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle unterzeichnet. Wie die Menschen vor Ort den historischen Prozess der Annäherung erlebten, war Thema des eTwinning-Projektes.
"Ich hatte das Gefühl, in einer großen Gemeinschaft zu arbeiten", stellte Leona Feindt fest, die als eine von über 60 Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich am Projekt mitwirkte. Die 15- bis 19-Jährigen haben gemeinsam untersucht, wie sich Schulen, Sportvereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger nach dem 2. Weltkrieg für eine Verständigung zwischen Franzosen und Deutschen einsetzten. Dazu haben sie Interviews mit Beteiligten geführt, Archive besucht und ihre Ergebnisse über die europäische Internetplattform eTwinning in beiden Sprachen dokumentiert. Dabei haben sie festgestellt, dass die deutsch-französische Freundschaft bereits vor dem Elysée-Vertrag mit kleinen Schritten auf lokaler Ebene begann und bis heute durch das Engagement vieler Einzelner mit Leben erfüllt wird.
Die Französischlehrerin Bärbel Rüter, die mit ihrer Kollegin Brigitte Tonnellier aus Sézanne das Projekt initiierte, findet es ideal, im Fremdsprachenunterricht mit eTwinning zu arbeiten: "Es nimmt Sprachängste, wenn Gleichaltrige miteinander an einem inhaltlichen Thema arbeiten."
Lesen Sie den Bericht und das Interview zum Projekt des Monats März 2013