Deutsch-israelisches Wissenschaftscamp bringt junge Forscher/-innen zusammen

Sie haben im Mathematik-, Physik- oder Chemieunterricht vor komplexen Fragestellungen nicht kapituliert und sind als junge Forscher/-innen in Wettbewerben für ihren Erfindungsreichtum bereits mit Preisen ausgezeichnet worden: 22 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, die in mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern durch ihre Leistungen hervorgetreten sind, können im Herbst eine besondere Erfahrung machen. Unter dem Motto »Minds on MINT« nehmen sie vom 26. September bis 4. Oktober 2015 an einem deutsch-israelischen Wissenschaftscamp in Rehovot nahe Tel Aviv teil. In den Laboren des dortigen Weizmann Instituts forschen und experimentieren sie in Workshops eine Woche gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Israel ‒ und lösen dabei kniffelige Aufgaben.

Auf dem Programm stehen außerdem wissenschaftliche Vorlesungen in englischer Sprache. Experten des renommierten Instituts referieren über Themen unter anderem aus dem Bereich der Gentechnologie oder Hirnforschung wie auch über ethische Fragen, denen Wissenschaftler sich stellen müssen. In einer Veranstaltung mit Vertretern der Deutschen Botschaft und israelischen Journalisten diskutiert die deutsch-israelische Schülergruppe über die gemeinsamen Perspektiven für eine Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich. »Für die ambitionierten Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und Israel ist das eine einmalige Gelegenheit, internationale Erfahrungen zu sammeln. Wenn in den Workshops Impulse für weitere gemeinsame Projekte entstehen, würde mich das besonders freuen«, so die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth.

Die Maßnahme hat der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Auftrag der Länder organisiert. Finanziert wird sie aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Anlass ist der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland.