Erfolgreiche Integrationspolitik kann nur gemeinsam gelingen

KMK-Präsident Spaenle weist den Vorwurf von Staatsministerin Pieper zurück

„Die Länder unternehmen erhebliche Anstrengungen, um der Integrationspolitik zum Erfolg zu verhelfen. Dabei spielen die Sprachförderung sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenzen eine wichtige Rolle. Die Länder haben zahlreiche Einzelmaßnahmen ergriffen sowie konkrete Projekte auf den Weg gebracht, um auch die aktive Zusammenarbeit von Elternhaus und Bildungseinrichtungen zu verbessern“, erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle. „Wir werden weiter tatkräftig daran arbeiten.“

„Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ist dringend geboten, um die Bildungs- und Teilhabechancen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu erhöhen. Schuldzuweisungen wie die von Staatsministerin Cornelia Pieper helfen nicht weiter. Es gilt, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern“, unterstreicht der Präsident. Hier gebe es eine klare Zuständigkeit des Bundes. Wenn beide Seiten ihre Verantwortung wahrnähmen, könne die Aufgabe der Integration erfolgreich bewältigt werden.

Gleichzeitig fordert Spaenle die Migrantenverbände auf, ihre Scharnierfunktion zu nutzen, um die Menschen, die sie vertreten, dazu zu motivieren und dabei zu unterstützen, sich aktiv an dem Integrationsprozess zu beteiligen. „Die aktive Mitarbeit der Migrantenfamilien ist für den erfolgreichen Weg der Integration unabdingbare Voraussetzung.“