In welchen Formen findet an Schulen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland Unterricht in Islamkunde und Islamischer Unterweisung statt? Wie kommen Schulen ihrem Auftrag zur Menschenrechtsbildung und -pädagogik nach? Diese Themen stehen im Mittelpunkt eines Seminars in Bonn und Berlin, an dem vom 18. bis 30. August 2008 Bildungsexperten aus islamisch geprägten Staaten teilnehmen. Die Teilnehmer kommen aus dem frankophonen Afrika (Algerien, Guinea, Mali, Marokko, Mauretanien bzw. Senegal) und Staaten wie Pakistan, Indien und Indonesien. In ihren Heimatländern sind sie in Schulaufsicht und Schulverwaltung tätig. Das Seminarprogramm sieht unter anderem Hospitationen an Schulen in Bonn und Köln, eine zweitägige Lehrerfortbildung in Menschenrechtspädagogik und eine Diskussionsveranstaltung mit dem Leiter des „Deutschen Instituts für Menschenrechte“ zum Thema „Menschenrechte im Islam und in westlichen Gesellschaften“ vor. In Berlin wird die Gruppe im Auswärtigen Amt empfangen.
Das Seminar findet im Rahmen des Europäisch-Islamischen Kulturdialogs und der Afrika-Initiative des Auswärtigen Amtes statt und wird vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz durchgeführt. Die finanziellen Mittel stellt das Auswärtige Amt bereit.
Weitere Informationen: PAD, Jörg Kretschmer, Tel.: 0228 / 501-108, Fax: 0228 / 501-105