Fachtagung in Köln: Lehrerfortbildung mit Erasmus+

Welche Veränderungen das neue europäische Bildungsprogramm Erasmus+ für die Lehrerfortbildung bedeutet, diskutieren Expertinnen und Experten aus 27 europäischen Staaten bis zum 12. Dezember in Köln. Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, zeigte sich bei der Eröffnung überzeugt, dass die Teilnahme an einer europäischen Fortbildung für jede Lehrkraft einen Gewinn darstellt.

Schulen, die ihr Personal mit Stipendien von Erasmus+ ab 2014 fortbilden wollen, müssen sich dazu nicht nur an den strategischen Zielen des neuen Bildungsprogramms orientieren, sondern auch seinen institutionellen Ansatz berücksichtigen: Lehrkräfte, Schulleiter/-innen und pädagogisches Personal an Schulen stellen künftig nicht mehr als Einzelperson einen Antrag.

Wo aber können sie passende Kursangebote recherchieren? Und wie lassen sich individuelle Fortbildungen mit den übergeordneten Zielen von Erasmus+ verbinden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung des PAD am 11. und 12. Dezember 2013 in Köln.

Der PAD ist als Nationale Agentur in Deutschland für den schulischen Bereich von Erasmus+ zuständig. An der Veranstaltung nehmen rund 90 Bildungsfachleute und Vertreter von Kursanbietern aus 27 Staaten teil. Ein Ziel der Tagung besteht darin, Empfehlungen an die Europäische Kommission zu formulieren, wie in der neuen Programmgeneration Kursangebote für Schulen zugänglich gemacht werden können. Außerdem sollen gemeinsam mit den Kursanbietern Qualitätsstandards für europäische Lehrerfortbildungskurse bestimmt werden.

"Die Teilnahme an einer europäischen Fortbildung ist für jede Lehrkraft ein Gewinn. Ich begrüße es deshalb, dass Experten sich zum Start des neuen Programms darüber austauschen, wie möglichst hochwertige Kurse angeboten werden können", erklärte Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, zu der Tagung.

Hintergrund: Erasmus+ folgt dem Programm für lebenslanges Lernen (2007-2013) und geht am 1. Januar 2014 an den Start. Das Programm für die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport läuft sieben Jahre und ist mit einem Budget in Höhe von 14,7 Mrd. Euro ausgestattet. Im schulischen Bereich werden Mobilitäten und Austausch von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Bildungsfachleuten sowie strategische Partnerschaften von Bildungseinrichtungen gefördert.

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