Das „
Fagus-Werk“ im niedersächsischen Alfeld wird gemeinsam mit den „
Deutschen Buchenwäldern“ dem Welterbekomitee der
UNESCO zu seiner Sitzung im Sommer 2011 für eine Aufnahme in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt vorgeschlagen. Darauf hat die Kultusministerkonferenz am Dienstag hingewiesen. Diese Nominierungen sind dem Auswärtigen Amt zur Weiterleitung an die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO in Paris vorgelegt worden.
Das UNESCO-Welterbeübereinkommen stellt herausragende, einmalige Natur- und Kulturgüter unter weltweiten Schutz. Die 1911 von Walter Gropius erbaute Schuhleistenfabrik „Fagus-Werk“ gilt als Vorläufer des „Neuen Bauens“. Mit dem Fagus-Bau hat Walter Gropius ein stilbildendes Kunstwerk geschaffen, indem er einzelne Elemente aus unterschiedlichen Quellen zu einer völlig neuen architektonischen Gesamtidee entwickelt hat. Als Weltnaturerbe werden darüber hinaus besonders naturnahe Buchenwälder in Deutschland nominiert. Die "Alten Buchenwälder Deutschlands" repräsentieren die fünf wertvollsten Relikte großflächiger naturnaher Buchenwälder in Deutschland. Sie sollen das bereits seit 2007 bestehende Weltnaturerbe der slowakisch-ukrainischen "
Buchenurwälder der Karpaten" ergänzen.
Turnusmäßig reicht die Kultusministerkonferenz zum Stichtag 1. Februar Vorschläge für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Welterbes zur Entscheidung im Folgejahr ein. Im Sommer dieses Jahres wird das Welterbekomitee in Brasília über den deutschen Antrag „Oberharzer Wasserwirtschaft“ entscheiden.