Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, ist Berichten entgegen getreten, wonach bereits eine Vorentscheidung oder ein „Tendenzbeschluss“ zum künftigen Gesamtferienzeitraum in den Sommermonaten gefasst worden ist. Entsprechende Meldungen im Vorfeld der am Mittwoch in Dresden beginnenden Wirtschaftsministerkonferenz wies Michallik zurück. Bislang liege lediglich ein Referentenentwurf vor, den man der Wirtschaftsministerkonferenz zur Stellungnahme auf Arbeitsebene vorgelegt habe. „Es bleibt bei unserem Zeitplan: Wir werden im Jahr 2014 eine ausgewogene Sommerferienregelung für den Zeitraum 2018 bis 2024 beraten und beschließen, bei der auch die Anliegen der Tourismuswirtschaft berücksichtigt werden“, bekräftigte Udo Michallik am Mittwoch in Berlin.
Im Zeitraum 2011 bis 2017 decken die Sommerferientage eine Zeitspanne von durchschnittlich rund 81 Tagen ab. Unter Berücksichtigung der zweiwöchigen Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg ergibt sich faktisch eine Zeitspanne von weit mehr als 90 Tagen, in denen von Mai bis Mitte September Eltern in Deutschland mit ihren schulpflichtigen Kindern in Urlaub fahren können. Für das Jahr 2014 heißt das beispielsweise konkret: Die Pfingstferien enden in den südlichen Ländern erst am Sonntag, dem 22. Juni, in anderen Ländern beginnen die Sommerferien schon am Samstag, dem 05. Juli 2014.
Generalsekretär Udo Michallik ergänzte: „Den Rahmen für die Sommerferienregelung setzen die kirchlichen Feiertage (Pfingsten) und die Ferienregelungen der einzelnen Bundesländer. Die langfristige Sommerferienregelung ist zudem die Voraussetzung für eine langfristige verlässliche Schuljahres- und Prüfungsplanung. Ein Vorziehen des Sommerferienbeginns auf Anfang Juni stößt in der Schülerschaft, bei Eltern, Schulleitungen und Lehrkräften auf berechtigte Kritik. In der Konsequenz müsste das nächste Schuljahr dann bereits im Juli, also in der Sommermitte beginnen. Außerdem würde ein zu früher Sommerferienbeginn in vielen Jahren das zweite Schulhalbjahr zu sehr verkürzen. Vor diesem Hintergrund ist die Wirtschaftsministerkonferenz weiterhin herzlich eingeladen, die Sommerferienregelung 2018 bis 2024 mit konstruktiven Vorschlägen zum derzeitigen Entwurf zu begleiten, bevor 2014 die KMK dazu entscheidet.“