Mitglieder der Organisation „Jugendliche ohne Grenzen (
JOG)“ mit ihrer Sprecherin Newroz Duman kamen heute in Berlin mit Stephan Dorgerloh, dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz, zu einem Gespräch zusammen. JOG ist ein 2005 gegründeter bundesweiter Zusammenschluss von jugendlichen Flüchtlingen, der unter anderem das Ziel verfolgt, mehr Chancengleichheit im Bereich Bildung für junge Flüchtlinge zu gewährleisten. Themen des Gesprächs waren Zugang zu Schule und Berufsschule, Ausbildungsmöglichkeiten sowie Sprachkurse.
„Ich nehme die Anliegen von ‚Jugendlichen ohne Grenzen‘ sehr ernst. Ein wichtiges Ziel der Kultusministerkonferenz ist es, allen Kindern und Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln ein Höchstmaß an Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu ermöglichen. Und dafür setze ich mich ein“, betont Stephan Dorgerloh.
Mit den Organisationen von Menschen mit Migrationshintergrund hat die Kultusministerkonferenz in der Erklärung „Integration als Chance – gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit“ Empfehlungen und Selbstverpflichtungen zur Verbesserung von Integration und zur Förderung des Schulerfolgs der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erarbeitet.
Maßnahmen zur Verbesserung der (Aus-) Bildungsvoraussetzungen und -chancen für Jugendliche aus Zuwanderungsfamilien legte die Kultusministerkonferenz erst jüngst gemeinsam mit den Partnern des Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland in der Erklärung "Potenziale erschließen, Integration fördern" fest.
Den speziellen Anforderungen an die Lehrkräfte durch die Interkulturalität im Klassenzimmer trägt die Kultusministerkonferenz mit den „Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften“ Rechnung.
„Erfreulich ist, dass wir in den zurückliegenden Jahren bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen deutlichen Leistungsanstieg feststellen konnten. Angestiegen ist die Anzahl höherwertiger Schulabschlüsse und rückläufig ist die Anzahl der Klassenwiederholungen. Das sind ermutigende Entwicklungen“, so der KMK-Präsident. Dennoch dürften die Bemühungen an diesem Punkt nicht nachlassen.
Die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Prof. Dr. Böhmer tauschen sich zudem regelmäßig aus, um die Maßnahmen für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund kontinuierlich abzustimmen und zu bündeln.