"Ich kenne Deutschland aus eigener Erfahrung"

Deutschlehrkräfte aus Asien, Afrika, Südamerika und Osteuropa kamen im September zu einer Fortbildung nach Bonn, die der PAD für ehemalige Teilnehmer am Weiterbildungsprogramm in diesem Jahr anbietet.

"Es ist besser, selbst in Deutschland gelebt zu haben, als wenn man die deutsche Sprache und Kultur nur Büchern und Filmen entnimmt!" So äußert sich Konstantin Molokanow, Deutschlehrer aus Kasachstan, über sein Weiterbildungsjahr an einer deutschen Schule.

Am 15. September kam er auf Einladung des PAD nach Bonn, um mit 25 Lehrkräften aus Südamerika, Asien, Afrika und Osteuropa eine Woche lang über seine Erfahrungen aus der Weiterbildung in Deutschland und die Umsetzung der erlernten Unterrichtsmethoden im Heimatland zu diskutieren. Das Seminar richtete sich an Deutschlehrkräfte aus dem Ausland, die zwischen 2008 und 2011 ein Jahr lang an einer Weiterbildung in Deutschland teilgenommen hatten. Das Weiterbildungsprogramm des PAD wie auch das "Alumniseminar" werden mit Mitteln des Auswärtigen Amts und der Länder finanziert.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars in Bonn standen aktuelle schulpädagogische Fragestellungen auf dem Programm. So befassten sie sich mit Veränderungen im Schulsystem, mit neuer deutscher Literatur und dem Literaturunterricht. Für die Alumnis steht fest, dass die weltweite Vernetzung für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer immer wichtiger wird. Wie dabei die Internetplattform und virtuelle Lernumgebung "PASCH-Net", die vom Auswärtigen Amt gefördert wird, eine Hilfe sein kann, erfuhren sie auf der Tagung.

Nach einer Woche Seminar fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Schulen in ganz Deutschland. Dort werden sie hospitieren, um neue unterrichtspraktische Impulse zu erhalten. Sie werden auch Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Weiterbildungsjahr wiedersehen. "Ich freue mich, die Kolleginnen in Heidelberg zu treffen", sagt Narantsettseg Buyant aus der Mongolei. "Sie haben mir geholfen, selbständiger zu werden. Heute bin ich Fremdsprachenkoordinatorin in der Mongolei und es ist mir gelungen, die Zahl der  Deutschlernerinnen zu steigern."

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