Inklusion: Eine Pädagogik der Vielfalt in Europa

Präsident der Kultusministerkonferenz Ties Rabe eröffnet Veranstaltung in Berlin und empfielt, die Erfahrungen europäischer COMENIUS-Projekte mit Inklusion zu nutzen. Die Fachtagung des PAD befasst sich mit "Wegen zum inklusiven Lernen" in europäischen COMENIUS-Projekten.

Der gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung muss auf der Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention an deutschen Schulen qualitativ und quantitativ ausgeweitet werden. Das sieht auch die Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom Herbst 2011 vor. "Die Erfahrungen aus europäischen COMENIUS-Projekten, die das europäische Programm für lebenslanges Lernen ermöglicht, können dazu wichtige Impulse geben und sollten deshalb auch genutzt werden". Das betonte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Senator Ties Rabe, zur Eröffnung einer Fachtagung des PAD am 14./15. Mai 2012 in Berlin. "Mit der Empfehlung zur inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf haben die Kultusminister einen grundlegenden Beschluss gefasst, der den Perspektivwechsel zum inklusiven Unterricht vollzieht. Die Ergebnisse der COMENIUS-Projekte auf dieser Tagung zeigen, dass wir vom Austausch mit unseren Nachbarn in Europa viel lernen können", so Rabe.

Senator Ties Rabe überreichte anschließend Hilde Dötsch, Abteilungsleiterin im Staatlichen Schulamt Mittelthüringen, die Urkunde des PAD, um sie für ihre COMENIUS-Regio-Partnerschaft "Qualität inklusiv: integrativ, heterogen und teambasiert" mit dem Bezirksschulrat Tamsweg auszuzeichnen. Seit 2009 unterstützen die Partner aus Deutschland und Österreich eine Schulentwicklung hin zu einer inklusiven Qualität, damit Kinder länger gemeinsam lernen können und individuell gefördert werden.

Der PAD setzt als Nationale Agentur in Deutschland im Auftrag der Länder das EU-Programm COMENIUS um. An der Fachtagung unter dem Titel "Wege zum inklusiven Lernen - Impulse aus Europa" nehmen rund 170 Vertreter von Schulen und Schulverwaltung aus Deutschland und dem europäischen Ausland teil. In Arbeitsgruppen befassen sie sich unter anderem mit Herausforderungen an die Lehrkräfte und die Lehrerbildung sowie mit Konzepten für eine Pädagogik der Vielfalt und Chancen, die sich durch die Vernetzung in europäischen Projekten eröffnen. Mit Professor Tony Booth von der Cambridge University (Großbritannien) diskutieren sie über den "Index for Inclusion", den der britische Bildungsexperte mitentwickelt hat. Während der Veranstaltung stellen außerdem Vertreter von Schulen Beispiele guter Praxis für inklusives Lernen in COMENIUS-Projekten vor.

Wir werden die Fachtagung in Kürze dokumentieren. Veranstaltungsdokumentation

Mehr Informationen zum Projekt des Monats "Qualität inklusiv: integrativ, heterogen und teambasiert"

Senator Ties Rabe zeichnet Hilde Dötsch für die beispielhafte deutsch-österreichische COMENIUS-Regio-Partnerschaft "Qualität inklusiv: integrativ, heterogen und teambasiert" der Schulämter Mittelthüringen und Tamsweg aus.