Junge Israelis lernen Deutschland kennen

Welche Zukunftsthemen sollten in der nächsten gemeinsamen Sitzung des deutschen und des israelischen Regierungskabinetts behandelt werden, bei denen die beiden Staaten zusammenarbeiten können? Dieser Frage stellten sich rund 150 Schülerinnen und Schüler in Israel in einem Aufsatzwettbewerb der Deutschen Botschaft und bewarben sich damit für einen Aufenthalt in Deutschland. Die Autoren von 20 der eingereichten Beiträge, die durch ihre Ausführungen und in einem anschließenden Interview überzeugen konnten, haben vom 22. September bis 2. Oktober 2010 die Möglichkeit, als Johannes-Rau-Stipendiaten Deutschland kennenzulernen und für ihre Ideen zu werben.

Bis 27. September sind die israelischen Schülerinnen und Schüler zunächst in Familien untergebracht. Mit ihren Gastgeschwistern nehmen sie am Schulunterricht teil. Die Schulen befinden sich in Baden-Württemberg (Achern, Korntal-Münchingen), Hamburg, Hessen (Gießen), Mecklenburg-Vorpommern (Parchim), Niedersachsen (Alfeld, Barsinghausen), Nordrhein-Westfalen (Dinslaken, Xanten) und Sachsen (Taucha). Anschließend treffen sich die Stipendiaten mit ihren deutschen Partnerschülerinnen und -schülern zu einem Seminar in Berlin. Neben gemeinsamer Projektarbeit stehen Besuche im Bundespräsidialamt und im Auswärtigen Amt auf dem Programm. Im Deutschen Bundestag werden die Schülerinnen und Schüler mit Abgeordneten der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe zusammentreffen.

Geplant und durchgeführt wird das Programm vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betonte, wie wichtig es sei, „dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen.“ Finanzielle Mittel für die Stipendien stellt das Auswärtige Amt bereit.Der PAD ist gerne bereit, Kontakt zu den Schulen zu vermitteln, an denen sich die Johannes-Rau-Stipendiaten aufhalten. Ihr Ansprechpartner im PAD: Gottfried Böttger, Tel.: 0228 / 515-213, gottfried.boettger@kmk.org.