Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Lernen: 20 Johannes-Rau-Stipendiaten aus Israel absolvieren während ihres Deutschlandbesuchs vom 27. September bis 9. Oktober ein abwechslungsreiches Programm. Nach ihrem Aufenthalt in Gastfamilien in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein nehmen die 16- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler zum Abschluss gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern an einem Seminar in Berlin teil. Begleitet werden sie dabei erstmals auch von einem Alumni aus Israel, der 2006 an dem Programm teilgenommen hat.
Ziel des Programms ist es, den jungen Israelis ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln und persönliche Kontakte zu Schülerinnen und Schülern in Deutschland zu fördern. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgte durch die Deutsche Botschaft Tel Aviv. In einem Aufsatzwettbewerb hatte sie junge Israelis in diesem Jahr danach gefragt, welches Bild von Deutschland sie haben und ob sie sich vorstellen könnten, Deutsch als Fremdsprache zu lernen.
Auf dem Seminarprogramm in Berlin stehen Gespräche mit Zeitzeugen im Mauermuseum, am „Checkpoint Charlie“ und im Jüdischen Museum. Diese sollen ihnen ein authentisches Bild von der deutschen Geschichte vermitteln. Außerdem sollen sie unter kundiger Führung Einblicke in die Street-Art-Szene der Hauptstadt gewinnen. Zudem diskutieren sie mit Vertretern des Auswärtigen Amtes und des Bundespräsidialamtes über aktuelle Themen wie etwa den Nahost-Konflikt oder die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen.
Geplant und durchgeführt wird das Programm vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betont, wie wichtig es sei, „dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen.“ Finanzielle Mittel für die Stipendien stellt das Auswärtige Amt bereit.
Ansprechpartnerin im PAD für Rückfragen zum Programm: Susanne Schwarzenberg, Tel.: 0228 / 501-258, Mail: susanne.schwarzenberg@kmk.org.