KMK-Präsidentin Löhrmann besucht die Junge Islam Konferenz: „Kompetenten Umgang mit Vielfalt in Schulen fördern“

Dialog zwischen JIK und KMK wird fortgesetzt

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Sylvia Löhrmann, traf am 27. November 2014 Vertreterinnen und Vertreter sowie Teilnehmende der Jungen Islam Konferenz (JIK) zu einem Gespräch über Bildungsgerechtigkeit und den Umgang mit Vielfalt an Schulen.

Damit führte die KMK-Präsidentin die bereits 2013 begonnenen Gespräche zwischen der JIK und der Kultusministerkonferenz fort. Im Austausch über diese Grundsatzfragen stellte die JIK die Ergebnisse der JIK Berlin 2013 vor, die das Thema interkulturelle Öffnung von Institutionen am Beispiel Schule zum Gegenstand haben. Im Fokus der Ergebnisse steht die Fortbildung von Lehrkräften zur Stärkung ihrer Handlungskompetenz angesichts der Herausforderungen einer heterogenen Gesellschaft. KMK-Präsidentin Löhrmann begrüßte die Arbeit der JIK sehr und kündigte an, den Dialog zu diesen Themen fortführen und ausbauen zu wollen. „Es ist für Schulen eine fortwährende Aufgabe, Demokratiepädagogik mit Leben zu füllen. Hierbei können auch außerschulische Partner für Schulen wichtige Impulsgeber sein. Die KMK sucht regelmäßig das Gespräch mit Migrantenverbänden, Religionsgemeinschaften und übergreifenden Dialogforen wie der JIK. Unser gemeinsames Anliegen ist, gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft zu ermöglichen. Die Basis für ein gutes Lernklima in einer heterogenen Schülerschaft ist eine Lehrerbildung, die angehende Lehrkräfte auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet. Dies war auch einer der Schwerpunkte der KMK in diesem Jahr.“

Esra Kücük, Leiterin der Jungen Islam Konferenz, sagte zu diesem Anlass: „Als JIK freut es uns besonders, dass Sylvia Löhrmann in ihrer KMK-Präsidentschaft sich der Herausforderungen von Lehrkräften im Umgang mit einer vielfältiger werdenden Gesellschaft angenommen hat. Unser Dialog- und Fortbildungsansatz knüpft hier unmittelbar an, denn Schulen sind der zentrale Ort für die Bildung und Sozialisation junger Menschen. Hier entwickeln sie eine grundsätzliche Haltung zu Vielfalt in der Migrationsgesellschaft. Umso wichtiger ist es, hier eine zeitgemäße Anerkennungskultur zu etablieren, ganz nach dem Motto ,Haltung statt Herkunft‘.“

Über die Junge Islam Konferenz

Die Junge Islam Konferenz ist ein Think-Tank, Dialogforum und Multiplikatorennetzwerk junger Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren. Sie ist ein Projekt der Stiftung Mercator und der Humboldt-Universität zu Berlin. Als bundesweites Forum bietet die Junge Islam Konferenz religiösen und nicht-religiösen Jugendlichen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund eine Plattform für Wissensgewinn, Austausch und Intervention in gesellschaftliche Debatten.

Zwischen 2013 und 2016 werden neben dem bereits etablierten Dialogforum auf Bundesebene weitere Dialogforen auf Länderebene eingerichtet. In Berlin und Hamburg wurden die JIK-Länderforen bereits erfolgreich etabliert. Alle weiteren Bundesländer können sich für die Einrichtung und Durchführung einer Jungen Islam Konferenz bewerben. In bis zu vier Ländern wird die JIK dann durch die Stiftung Mercator, das Mercator Program Center und die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit den entsprechenden Ländern angeboten.

Die JIK ist das erste wissenschaftsbasierte Dialogforum für junge Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund zum Austausch über die Rolle von Islam und Muslimen in Deutschland. In dem Projekt geht es darum, die Islam- und Muslimbilder in Deutschland zu thematisieren – und positive, vorurteilsfreie Vorstellungen von Vielfalt an Schulen, in der Politik, aber vor allem im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Weitere Informationen zur Jungen Islam Konferenz finden Sie Opens external link in new windowhier