Kulturkonzepte im Dialog

11. Kamingespräch der Kultusministerkonferenz

Um moderne Kulturkonzepte ging es beim 11. Kamingespräch der Kultusministerkonferenz, zu dem Stephan Dorgerloh, Präsident der Kultusministerkonferenz, am Mittwoch in die Landesvertretung Sachsen-Anhalts eingeladen hatte. „Kulturelle Strategiepapiere geben wichtige Impulse, da sie Leitlinien sowie Handlungs- und Gestaltungsspielräume aufzeigen, aber auch Orientierungen für zeitgemäße Kulturförderung geben“, erläuterte der Kultusminister. Unter dem Titel „Kultur und Politik trifft Struktur und Wandel – Über neue Konzepte und Dialoge“ nahmen die Gesprächspartner aus den Kulturverwaltungen der Länder und Kulturverbänden die verschiedenen Ansätze der Kulturplanungen der Länder und Kommunen in den Blick. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Prof. Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Der demografische und kulturelle Wandel, aber auch die finanziellen Rahmenbedingungen, stellen Länder und Kommunen vor die Herausforderung, die kulturelle Infrastruktur durch (Um-)Gestaltung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Seit Ende der 1990er Jahre wurden daher in vielen Ländern und Kommunen verstärkt Konzepte und strategische Kulturplanungen erarbeitet und umgesetzt.

Sachsen-Anhalt hat kürzlich einen ersten Entwurf seines neuen Landeskulturkonzeptes vorgestellt. Dem Landeskulturkonzept ging der Kulturkonvent Sachsen-Anhalt voraus, der in einem breiten zivilgesellschaftlichen Diskurs mit Kulturakteuren Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kulturlandschaft unterbreitet hat. Stephan Dorgerloh betonte vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Sachsen-Anhalt: „Nur in einem dauerhaften Dialog mit allen beteiligten Akteuren kann Kulturplanung gelingen und auf die komplexen Herausforderungen reagiert werden.“

Die Kultusministerkonferenz führt regelmäßig Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Kulturverwaltung, Kultureinrichtungen und Kulturpolitik zu Themen von besonderer kulturpolitischer Relevanz durch. Das diesjährige Kamingespräch mit mehr als 30 Vertretern war ein intensiver Austausch über die verschiedenen Ansätze der konzeptionellen Kulturplanungen und sollte die Vertreterinnen und Vertreter bestärken, die begonnenen Prozesse fortzusetzen oder auch neu zu initiieren.