"Die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte in Deutschland kann von europäischen und internationalen Austauschprojekten wichtige Impulse erhalten. Der unmittelbare Einblick in die Schulwirklichkeit anderer Länder und praxisbezogene Schulkooperationen trägt so dazu bei, die Unterrichtsqualität in Deutschland weiter zu entwickeln", das betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und sächsische Kultusministerin, Brunhild Kurth, bei der Eröffnung der Fachtagung des PAD.
Die diesjährigen Fachtagung des PAD fand große Resonanz beim Fachpublikum. Rund 250 Vertreter/-innen von Schulen, Bildungsverwaltung und Wissenschaft aus Deutschland und aus über 30 weiteren Ländern kamen nach Bonn, um sich über die Internationalisierung der Lehrerbildung auszutauschen. Auf dem Programm standen unter anderem Redebeiträge von Andreas Schleicher, Direktor der OECD für Bildung und Ausbildung, und Steven Stegers, stellvertretender Direktor der Europäischen Vereinigung für Geschichtslehrkräfte (EUROCLIO).
Im Mittelpunkt der Tagung stand vor allem die Frage, welche Impulse der internationale Schulaustausch heute für eine zeitgemäße Lehrerbildung setzen kann. Auf der Tagung wurden Angebote für die Lehrerbildung und Projektergebnisse aus internationalen Programmen vorgestellt. Die Tagung war zugleich ein Diskussionsforum, um Perspektiven zu entwickeln und internationale Projekte zu entwerfen, die dem Fortbildungsbedarf jetziger und künftiger Lehrkräfte entsprechen. Sie leistete damit einen Beitrag für den "International Summit on the Teaching Profession", den die Kultusministerkonferenz im Jahr 2016 ausrichten wird. An ihm nehmen Bildungsminister/-innen aus erfolgreichen Bildungssystemen der ganzen Welt teil.