Lehrermangel: Bericht der BILD-Zeitung vom 20.07.2009

Dass wir in Deutschland dringend etwas für den Lehrernachwuchs tun müssen, ist nicht neu.
Um den Lehrerbedarf künftig decken zu können, hat die Kultusministerkonferenz gemeinsame Leitlinien erarbeitet. Im März wurde auf Initiative des Präsidenten der Kultusministerkonferenz Henry Tesch die Stralsunder Erklärung verabschiedet, die kurz- und langfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Situation entsprechend der Spezifika der Länder und Regionen und der Fachlichkeiten vorsieht. Die einzelnen Länder haben reagiert und arbeiten in Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz an entsprechenden Programmen, wie z.B. der Erhöhung der Referendarstellen. Mecklenburg-Vorpommern z.B. hat auf Grund des hohen Altersdurchschnitts der Lehrerschaft ein Junglehrerprogramm aufgelegt, um auch künftig ausreichend Lehrkräfte zu haben.

Die Zahlen des Deutschen Philologenverbandes (DphV), wonach bereits im kommenden Schuljahr 40 000 Lehrer fehlen, können wir nicht bestätigen. Dazu kann die Kultusministerkonferenz erst Stellung nehmen, wenn der Deutsche Philologenverband das konkrete Zahlenmaterial vorlegt und genau erläutert, wie die Untersuchung durchgeführt wurde. Eine entsprechende Nachfrage wurde von der Kultusministerkonferenz in die Wege geleitet. Was den angeblichen Vorschlag betrifft, osteuropäische Lehrer einzustellen, so ist dies, wenngleich punktuell nicht ausgeschlossen, nicht die Lösung des Problems, scheint sich aber als Sommerloch-Thema offenbar zu eignen.