Schülerinnen und Schüler, die an europäischen und internationalen Austauschprojekten teilnehmen, bilden wichtige Schlüsselkompetenzen für ihre Zukunft in einer globalisierten Welt aus. Das betonte als Vertreterin der Kultusministerkonferenz Nordrhein-Westfalens Ministerin für Schule und Weiterbildung Sylvia Löhrmann zur Eröffnung der Fachtagung „Youth on the Move – denn Austausch bildet“, die am 23./24. Mai 2011 in Bonn stattfindet. „Wer andere Sprachen versteht und fremde Kulturen kennen lernt, ist fähig zu Dialog und Kommunikation. Austauschbegegnungen und Auslandsaufenthalte während der Schulzeit, der Berufsausbildung und im Studium sind wichtig, damit junge Menschen ihre Sprachkompetenz erweitern und interkulturelle Kompetenz entwickeln können“, so die Ministerin. Der interkulturellen Dimension komme heute eine zentrale Bedeutung zu. Sie sei „ausschlaggebend für das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft und für die Völkerverständigung“, erklärte Sylvia Löhrmann. Daher sollten möglichst viele junge Menschen die Chance erhalten, an Austauschprogrammen teilzunehmen. Insbesondere europäische Schulprojekte, wie sie das
EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen fördere, böten gute Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler zugleich interkulturelle und fachliche Kompetenzen entwickelten.
Die Fachtagung wird vom Pädagogischen Austauschdienst (
PAD) der Kultusministerkonferenz durchgeführt. Der PAD ist als Nationale Agentur im Auftrag der Länder für die Umsetzung des Programms für lebenslanges Lernen im Schulbereich verantwortlich. Die Tagung ist Teil der Initiative „
Youth on the Move“ der Europäischen Union. Diese hat eine bessere Qualifizierung junger Menschen und die Bekämpfung von Schulversagen zum Ziel. Bis 2020 soll deshalb jeder junge Mensch Gelegenheit erhalten, Lern- und Arbeitserfahrungen im Ausland zu sammeln. An der Fachtagung nehmen rund 120 Bildungsfachleute aus Deutschland teil. Diskussionen in Arbeitgruppen und auf dem Podium befassen sich mit vielfältigen Themenbereichen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, wie Schulen aller Schulformen sich international öffnen können und welche Konsequenzen sich daraus für Lehreraus- und -fortbildung ergeben.