Von deutsch-französischer Feindschaft hörten sie zum ersten Mal, als sie die Briefe "ihres" Soldaten Eugen Lenz lasen. Die Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schule Aalen hatten für ihr europäisches eTwinning-Projekt im Stadtarchiv nach Spuren des Ersten Weltkriegs gesucht und beschlossen, das Schicksal dieses Soldaten näher zu ergründen. Dabei erfuhren sie, dass ihr "Home Town Soldier" vor hundert Jahren nicht nur Schüler an ihrer kaufmännischen Berufsschule gewesen war, sondern auch den Krieg in französischer Gefangenschaft überlebte.
Ein Schuljahr lang hatte sich die Aalener Gruppe in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft getroffen, um gemeinsam mit ihren Partnern aus Schulen in Belgien, England, Frankreich und Italien einen Eindruck vom Alltag im Ersten Weltkrieg zu gewinnen. Sie suchten in ihrer Stadt nach Spuren des Krieges und persönlichen Zeugnissen damaliger Soldaten. Auf der Internetplattform eTwinning tauschen sie sich mit ihren Projektpartnern aus, was sie über "ihren Soldaten" in Erfahrung bringen konnten, welche Erinnerungen an den Krieg in Form von Denkmälern oder Kriegsgräbern überliefert sind und wie der Soldatenalltag in Literatur und bildender Kunst vermittelt wurde. Jede Klasse stellte ihren "Home Town Soldier" vor, dessen Geschichte sie erforschten und in zwei eBooks für die anderen im Projekt dokumentieren.
Der PAD stellt jeden Monat ein beispielhaftes Projekt zur internationalen Zusammenarbeit von Schulen auf der Website als "Projekt des Monats" vor.
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