»Dong bu dong?« Wenn ein chinesischer Fremdsprachenassistent seinen Schülerinnen und Schülern diese Frage stellt, kommt die Antwort prompt und verständlich: Ja, sie haben verstanden – und darüber hinaus viel über die Volksrepublik China, seine Bewohner und deren Kultur gelernt. Diese Bilanz können acht angehende Deutschlehrer aus der Volksrepublik China ziehen, die in einer Pilotphase im Schuljahr 2007/08 erstmals als Fremdsprachenassistenten in Deutschland eingesetzt worden sind. Zu einem abschließenden Erfahrungsaustausch kommen sie am 21.Mai 2008 in Düsseldorf zusammen. Begrüßt werden sie von der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer.
Das Fremdsprachenassistentenprogramm wird vom Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz durchgeführt. Jedes Jahr werden dabei rund 1.000 deutsche und ausländische Lehramtsstudierende vor allem in französisch- und englischsprachige Staaten vermittelt. Der Austausch mit China fand im Schuljahr 2007/08 erstmals statt. Die chinesischen Fremdsprachenassistenten sind zwischen 22 und 27 Jahre alt, haben ein Deutschstudium in Peking bzw. Nanjing absolviert und wollen später an Schulen in ihrer Heimat Deutsch als Fremdsprache unterrichten. Durch die Assistenzzeit in Deutschland konnten sie ihre sprachlichen und unterrichtsmethodischen Kenntnisse vertiefen und sich damit auf ihre Tätigkeit als Deutschlehrer vorbereiten. Die chinesischen Fremdsprachenassistenten waren an Schulen in Baden-Württemberg (Mannheim, Marbach am Neckar), Bayern (Bamberg), Berlin, Niedersachsen (Göttingen) und Nordrhein-Westfalen (Dortmund, Münster) eingesetzt. Im Gegenzug hielten sich acht deutsche Studierende in den vergangenen acht Monaten in China auf.
“Der erfolgreiche Verlauf der Pilotphase wird auch dadurch belegt, dass die Zahl der deutschen und chinesischen Fremdsprachenassistenten im Schuljahr 2008/09 auf mehr Schulen ausgeweitet werden soll“, erklärte die Leiterin des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD), Ilse-Brigitte Eitze-Schütz, zu dem Austauschprogramm. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Botschaft der Volksrepublik China und der PAD im Auftrag der Länder bereits getroffen.
Die chinesischen Fremdsprachenassistenten sind noch bis Mitte Juni in Deutschland. Der PAD ist gerne bereit, Kontakt zu den Schulen zu vermitteln, an denen die Fremdsprachenassistenten aus China eingesetzt worden sind. Ansprechpartner: Günter Jacob, Tel.: 0228 / 501-222, E-Mail: .