Präsidentin der Kultusministerkonferenz: „Nie wieder!“ heißt Erinnern für die Zukunft

Ministerin Sylvia Löhrmann nimmt an zentraler Gedenkfeier zum 69. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück teil

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann hat sich für eine empathische Erinnerungskultur ausgesprochen, die Brücken schlägt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Die junge und alle nachfolgenden Generationen brauchen dazu die konkrete Auseinandersetzung mit menschlichen Schicksalen und lebendigen Orten des Erinnerns“, sagte die Präsidentin am Sonntag bei der zentralen Gedenkveranstaltung zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück. Der Besuch von Gedenkstätten schaffe bei jungen Menschen ein Bewusstsein dafür, „dass Grundrechte und Menschenwürde kostbar sind und ein Rückfall in eine Diktatur nie wieder passieren darf“. Hieraus erwachse die Verantwortung, achtsam zu sein und entschlossen gegen jede Form von Ausgrenzung, Intoleranz und Gewalt vorzugehen.

Das ehemalige Konzentrationslager im Dorf Ravensbrück am Schwedtsee wurde von Dezember 1938 bis April 1939 auf Anordnung der SS zunächst als reines Frauenlager errichtet. Man geht davon aus, dass 28.000 Häftlinge in diesem KZ ums Leben gekommen sind.  Am 30. April 1945 erreichten sowjetische Truppen das Lager und befreiten die verbliebenen Insassen.