Preisträger aus weltweit 90 Staaten überprüfen ihre „Idee von Deutschland“

„Deutsch“ ist nicht nur die „Sprache der Ideen“, wie der Titel einer aktuellen Informationskampagne des Auswärtigen Amtes zur Kultur- und Bildungspolitik im Ausland verspricht, sondern auch das Motto eines Einladungsprogramms für Schülerinnen und Schüler, das der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz in diesem Sommer durchführt. Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus weltweit 90 Staaten nehmen daran teil. Sie alle verbindet sehr gute Deutschkenntnisse und großes Interesse an dem Land. Während des vierwöchigen Aufenthalts können sie die Sprache in alltäglichen Situationen einsetzen und ihre „Idee von Deutschland“ überprüfen. In internationalen Gruppen kommen sie zunächst einige Tage nach Bonn. Anschließend besuchen sie in verschiedenen Orten den Unterricht an einer Schule. Untergebracht sind sie in dieser Zeit in Gastfamilien. Landeskundliche Exkursionen nach Köln, Berlin und München ergänzen das Programm der Schülerinnen und Schüler, die aus Ländern von A wie Aserbaidschan bis Z wie Zypern kommen. In ihrer Heimat mussten sie in strengen Auswahlwettbewerben nicht nur ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen, sondern auch eine „Ideen von Deutschland“ formulieren, um sich als Beste ihres Landes für die Teilnahme zu qualifizieren. Finanziert wird das Programm durch das Auswärtige Amt.
Fragt man die Schülerinnen und Schüler, welches Bild sie von Deutschland haben, nennen sie neben „klassischen“ Tugenden wie Pünktlichkeit, Disziplin oder Präzision auch Themen, die in ihrer Heimat ebenfalls diskutiert werden: Dazu gehören Umweltschutz und alternative Energien, Autos und öffentliche Verkehrsmittel, aber auch die Fußballnationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft alle überraschte. Wenngleich „Kaiser“ Franz Beckenbauer vielfach populärer ist, haben doch Spieler wie Jérome Boateng, Thomas Müller oder Sami Khedira mit ihrem Auftritt in Südafrika einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Weitere Informationen zum Programm: PAD, Jörg Kretschmer, Tel. 0228 / 501-108, Mail: joerg.kretschmer@kmk.org