Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wird das Projekt "Eine Stadtführung durch Brest", das die Freiwillige Katharina Schwerdt mit Schülerinnen und Schülern an der Mittelschule Nr. 7 in Brest (Belarus) durchgeführt hat. Das Projekt überzeugte, weil es die Schülerinnen und Schüler motivierte, Deutsch zu sprechen, um deutschsprachigen Freunden, Austauschschülern oder auch Touristen die eigene Stadt zu zeigen.
Der 2. Preis ging an das Gemeinschaftsprojekt "Geschichte bewegt! Der Osten im Aufbruch" der Freiwilligen Nina Herkt (Colegiul National "Silvana" Zalau, Rumänien), Steffen Hornemann (Liceul Teoretic "Adam Müller Guttenbrunn", Arad, Rumänien), Matthias Melcher (Gymnazium P.O. Hviezdoslava Dolny Kubin, Slowakei), Stefan Schmid (Gymnasium Nr. 145, Warschau, Polen), Willi Schneider (Fremdsprachengymnasium "Hristo Botev", Kardzhali, Bulgarien) und Aliena Stürzer (Deutsche Schule Budapest, Ungarn). Schülerinnen und Schülern der beteiligten Schulen, Freiwillige und weitere Geschichtsinteressierte erstellten Videos im Stil der "simpleshow", die den Zusammenbruch des ehemaligen Ostblocks thematisieren und auf einer Homepage ausgetauscht werden. Die Jury hob hervor, dass das Medium Video die Schülerinnen und Schüler angeregt hat, kreativ mit ihren Sprachkompetenzen und ihrem historischen Wissen umzugehen. Weitere Informationen finden sich unter www.geschichte-bewegt.tumblr.com.
Mit dem 3. Preis wurde das Projekt "Fairdo - Einmalig in Slowenien" von Hannah Guhlmann mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ptuj in Slowenien prämiert. Ein slowenischer Deutschkurs entwirft ein Textilprodukt und einen Geschäftsplan und schickt den Prototyp zu einem Kunsthandwerkerkollektiv in Burkina Faso. Dort wird das Produkt unter Bedingungen des fairen Handels hergestellt, dann nach Slowenien geschickt, um von den Schülerinnen und Schülern vermarktet und verkauft zu werden. Die Jury wählte das Projekt, weil es zeigt, wie Schülerinnen und Schüler für das Thema Welthandel zu begeistern sind.
Die Preise in Höhe 500 Euro, 300 Euro und 200 Euro werden in den nächsten Wochen durch die Fachberater/-innen der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) an den beteiligten Schulen überreicht. Sie kommen der weiteren Initiative der Schülerinnen und Schüler zugute. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von ZfA, PAD und der Deutschen Unesco Kommission hatte die Preisträger/-innen im Projektwettbewerb ermittelt, an dem sich "kulturweit"-Freiwillige, die im September 2013 ausgereist sind, beteiligten.
Insgesamt neun Einsendungen zeigten, mit welch großem Engagement und Innovationsfreude die Freiwilligen Projektideen umsetzten. Deutlich wurden der Vorbildcharakter, die Einbindung der Schülerinnen und Schüler an den Einsatzschulen und der nachhaltig motivierende Aspekt, den die Projekte aufwiesen. So fiel der Jury die Entscheidung für die drei preisgekrönten Projekte nicht leicht.
Mehr Informationen zum Freiwilligenprogramm "kulturweit"