Maori-Masken, Hockey und Hofknicks: Kulturelle Besonderheiten ihrer Länder stellten Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten aus Neuseeland, Kanada, England, Irland und den USA auf Begegnungstagen an Grundschulen in Sachsen vor. Die Kinder bastelten, spielten und tanzten – und verständigten sich dabei in englischer Sprache. Die Studierenden aus dem Ausland erhielten im Gegenzug einen Einblick in sorbische Sprache und Tradition – und konnten erstmals in einem multinationalen Team arbeiten. Initiiert hat dieses Projekt Constanze Groß von der Sächsischen Bildungsagentur, die in der Lehrerausbildung arbeitet.
Fremdsprachenassistenzkräfte werden in der Regel im Fremdsprachenunterricht weiterführender Schulen eingesetzt. Selten haben sie die Möglichkeit, über ihr Engagement an ihrer Gastschule hinaus noch mit weiteren Fremdsprachenassistenten zusammenzuarbeiten oder andere Schulen wie z.B. Grundschulen kennenzulernen. Das Projekt "Weltreise" ermöglichte den ausländischen Lehramtsstudierenden, ihren Unterricht gemeinsam zu planen und durchzuführen – und diese Erfahrung miteinander zu teilen. "Ich habe vorher noch nie mit einem Neuseeländer zusammengearbeitet", stellte dann auch eine Fremdsprachenassistentin aus dem Vereinigten Königreich fest, die sich über die Möglichkeit der multinationalen Projektarbeit freute.
Wenn die Assistenzzeit für die meisten im Mai 2015 endet und die jungen Lehrkräfte zurückkehren, hat Constanze Groß bereits Pläne für die nächste Generation, die im Schuljahr 2015/16 nach Sachsen kommen wird. Auch ihnen will sie interkulturelle Begegnungen in sorbischer, deutscher und englischer Sprache zu ermöglichen.
Lesen Sie den Bericht zum Projekt des Monats Mai