"Soziale Medien im Internet sind die Medien des 21. Jahrhunderts. Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie der Schüleraustausch mit den USA profitieren kann, wenn Schulen ihre Schulpartnerschaften mit virtueller Kommunikation ergänzen", stellte Gottfried Böttger, Leiter des PAD, bei der Vorstellung der Preisträger fest.
Der mit 1.000 Euro dotierte 1. Preis ging an das Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold und das Atlanta Technical College im Bundesstaat Georgia. Beide Schulen setzen intensiv verschiedene soziale Medien ein, um das Gespräch der Schülerinnen und Schüler zwischen den Kontinenten nicht abreißen zu lassen. Seit zwölf Jahren besteht die Partnerschaft, die von den Lehrern Norbert Fuhrmann in Detmold und Rushton Johnson in Atlanta koordiniert wird. Vor und während des Austauschs und auch danach halten die Schülerinnen und Schülern den Kontakt über die Lernplattform MOODLE und das soziale Netzwerk Facebook. Auf diese Weise können sie sich informieren, ihre Erinnerungen und Fotos austauschen und Erfahrungen teilen. In Moodle nutzen die Schulen die Chat- und die Skype-Funktion für den direkten Austausch der Jugendlichen. Über den Blog wurden Fragen und Kommentare geteilt. Mit dem freien Internetdienst Dropbox stellten sie allen Teilnehmern Dokumente für das Austauschprojekt zur Verfügung. Neben der privaten Kommunikation über persönliche Facebook-Profile diente eine Projektseite auf Facebook der offenen Kommunikation.
Das Gymnasium Vilshofen und die Lincoln Sudbury Regional Highschool in Massachusetts erhielten mit ihrem "Planetenwegprojekt" den 2. Preis. Unter der Koordination von Jochen Brand und Joan Campbell erstellten die Schülerinnen und Schüler einen englischsprachigen Audio-Guide mit Informationen über die Sonne und die einzelnen Planetenstationen auf dem Planetenweg in Vilshofen. Die Texte können nun über QR-Codes auf den Schildern der einzelnen Stationen des Planetenwegs mit Hilfe eines Smartphone im Internet abgerufen werden. Auch der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund nutzt diese deutsch- und englischsprachigen Audiodateien mit den Stimmen der Schülerinnen und Schüler. Im Vorfeld des Projekts kamen E-Mail, Skype und Facebook zum Einsatz.
Den 3. Preis erhielten die Schülerinnen und Schüler des Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching und der South Salem Highschool in Oregon. Sie hatten Facebook und eine Website genutzt, um jüngere Mitschüler für den Austausch zu begeistern und um ihre Erfahrungen zu dokumentieren. Für Verena Bernhofer, GAPP-Koordinatorin in Unterhaching, steht der große Vorteil sozialer Medien fest: "Mit Tanja Langen, die das Projekt auf US-amerikanischer Seite betreut, bin ich besonders stolz darauf, dass die Schülerinnen und Schüler dieses Projekt selbständig erarbeiteten."