Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz wichtiges Instrument der Auswärtigen Kulturpolitik und der Förderung der deutschen Sprache in der Welt:

Internationaler Workshop in Berlin

Vom 26. bis 28. März 2012 nehmen Expertinnen und Experten aus Frankreich, Estland, Polen, Ungarn und Deutschland sowie deutsche Expertinnen und Experten, die u.a. in Ländern Zentralasiens, Osteuropas und im Nahen Osten in der Deutschförderung tätig sind, an einem Standardsetting für das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (Opens internal link in current windowDSD) teil. Der Workshop findet in Berlin unter Leitung des Instituts für Qualitätssicherung im Bildungswesen (Opens external link in new windowIQB) statt. Bund und Länder stehen dafür ein, dass mit dem DSD alle internationalen Qualitätsstandards im Hinblick auf Lehrpläne, Prüfungsmethoden, Testgrundlagen sowie Testorganisation und -durchführung erfüllt werden.

„Besondere Bedeutung hat das Sprachdiplom, weil es hilft, den Studienstandort Deutschland attraktiv zu machen“, unterstreicht Ties Rabe, Präsident der Kultusministerkonferenz. „Wenn Schülerinnen und Schüler bereits in ihrem Heimatland neben dem Schulabschluss auch den Nachweis der für das Studium bei uns erforderlichen Deutschkenntnisse erbringen können, werden damit Barrieren abgeräumt, und es wird früh Interesse am Studienstandort Deutschland geweckt. Aber auch für diejenigen, die sich um einen Arbeitsplatz bewerben, ist das Diplom nützlich“, so Rabe weiter.

Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz ist eine schulische Sprachprüfung, die auf allen drei Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) abgelegt werden kann. Die Prüfung wird in mehr als 60 Ländern und an weltweit 870 DSD-Schulen und über 60 Deutschen Auslandsschulen angeboten. Im Jahr 2011 haben rund 55.000 Schülerinnen und Schüler an den Prüfungen auf allen Niveaustufen teilgenommen. 

In seiner Funktion als anerkannter Nachweis der für ein Studienkolleg bzw. für ein Hochschulstudium erforderlichen Deutschkenntnisse und als pädagogisches Instrument zum Aufbau eines modernen Unterrichts in Deutsch als Fremdsprache – orientiert an dem Kompetenzgedanken des GeR - ist das Sprachdiplom ein wirkungsvolles und zentrales Instrument zur Förderung der deutschen Sprache in der Welt. Das Deutsche Sprachdiplom hat eine besondere Stellung unter den deutschen Sprachprüfungen durch seine Einbindung in schulischen Unterricht.

Die weltweit wachsende Akzeptanz und Anerkennung des Deutschen Sprachdiploms als Nachweis qualifizierter Deutschkenntnisse für Studium und Beruf, seine normgebende Funktion für die Gleichstellung anderer Sprachnachweise und seine profilbildende Rolle für einen leistungsfähigen Unterricht verpflichten zur Sicherung adäquater Prüfungsstandards und Prüfungsverfahren. Deshalb haben die Kultusministerkonferenz und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) beauftragt ein Standardsetting durchzuführen.

Die Kultusministerkonferenz fördert die Deutsche Sprache im Ausland in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Sie unterstützt den Ausbau des Netzwerks von Schulen im Ausland, die zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz führen.