"Sollte Deiner Ansicht nach auch in Deutschland das 60. Jubiläum der Staatsgründung Israels gefeiert werden?", wollte die Deutsche Botschaft in Tel Aviv in einem Aufsatzwettbewerb im Frühjahr 2008 wissen. Rund 200 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren haben sich daran beteiligt. 20 von ihnen, die anschließend auch in einem Auswahlgespräch überzeugen konnten, besuchen jetzt als Johannes-Rau-Stipendiaten Deutschland. Durch Schulbesuche und ein gemeinsames Seminar mit ihren deutschen Partnerschülerinnen und -schülern in Berlin sollen sie sich ein aktuelles Bild von Deutschland verschaffen.
Das Programm wird vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz organisiert und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betonte, wie wichtig es sei, „dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen.“
Bis 16. Oktober werden die israelischen Schülerinnen und Schüler, zu denen auch christliche und muslimische Jugendliche gehören, zunächst bei Familien in Brandenburg (Erkner), Baden-Württemberg (Kirchzarten, Hechingen, Korntal, Salem), Bayern (Gauting), Berlin, Nordrhein-Westfalen (Bochum) und Sachsen (Glauchau, Oelsnitz) wohnen und dort die Schule besuchen. Vom 17. bis 21. Oktober nehmen sie mit ihren 20 deutschen Partnerschülerinnen und -schülern an einem Seminar in Berlin teil. Neben gemeinsamer Projektarbeit gehören Besuche im Bundespräsidialamt und im Auswärtigen Amt und ein Konzert der Berliner Philharmoniker zum Programm.
Der PAD ist gerne bereit, Kontakt zu den Schulen zu vermitteln. Ihr Ansprechpartner im PAD: Gottfried Böttger, Tel.: 0228 / 515-213, gottfried.boettger@kmk.org.