"Viele Schülerinnen und Schüler wachsen über sich hinaus und entwickeln neues Selbstvertrauen", heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse. In 75% der zwischen 2009 und 2012 untersuchten COMENIUS-Schulpartnerschaften profitieren Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie die Schulen und ihr Umfeld von ihren europäischen Partnerschaftsprojekten. So nimmt nicht nur das Interesse an europäischen Ländern und Kulturen zu, sondern die Schüler erleben Klassenaustausch und Projektarbeit mit ihren Partnern als Lehrgang für interkulturellen Dialog und staatsbürgerliches Verhalten. Alle beteiligten verbessern ihre Sprachkompetenzen, wobei auch die Sensibilisierung für die Vielfalt europäischer Sprachen wächst.
Im Rahmen der Vorbereitung des neuen europäischen Programms für lebenslanges Lernen (Arbeitstitel "Erasmus für alle") und der Optimierung des gegenwärtigen Programms bietet die vorliegende Untersuchung eine Analyse des Einflusses der COMENIUS-Schulpartnerschaften auf die beteiligten Schulen.
Die Kompetenzen, Computer zum Lernen und zur Zusammenarbeit einzusetzen, werden danach durch COMENIUS-Projekte gestärkt, was auch auf den Nutzen von eTwinning verweist. Es ermöglicht vor allem den Schülerinnen und Schülern, erlernte Fähigkeiten auf informelle Weise einzusetzen und steigert die Motivation von Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten.
Lehrkräfte in COMENIUS-Schulpartnerschaften profitieren, indem sie mehr über andere Bildungssysteme erfahren, Computerkenntnisse anwenden und Kompetenzen in Englisch erwerben. Sie berichten auch über einen Zuwachs an sozialen und organisatorischen Fähigkeiten.
Die Projektanalyse ergab aber auch, dass einzelne der europäischen Förderprogramme und Aktionen im Schulbereich zu stark abgeschottet sind und die Beteiligten an dezentralen COMENIUS-Aktionen und multilateralen COMENIUS-Projekten und Netzwerken unter der Regie von Hochschulen zu wenig voneinander wissen und deshalb nicht von den Ergebnissen und Erfahrungen der anderen profitieren können.
Die Kommission empfiehlt abschließend, COMENIUS-Schulpartnerschaften mit der Aktion eTwinning noch stärker zu verknüpfen. Die Projektpädagogik habe sich als effizient bewährt und die Partnerschaften begünstigten auch eine Zusammenarbeit auf Entfernung. So könnten die COMENIUS-Schulpartnerschaften entscheidend zur Öffnung der Schulen zur Welt beitragen.
Die Studie zur Auswirkung der COMENIUS-Schulpartnerschaften auf die beteiligten Schulen wurde von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben und koordiniert vom Centre international d’études pédagogiques (CIEP). Die Studie untersucht die Veränderungen, die die bilateralen und multilateralen COMENIUS-Schulpartnerschaften für das Bildungssystem und die beteiligten Institutionen bringen, und prüft in einem Vergleichsansatz den Einfluss anderer Programme, insbesondere der Maßnahme eTwinning.
Study of the impact of Comenius school partnerships on participating schools