Tesch: Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses wichtiges Ziel der Kultusministerkonferenz

Teilnahme des Präsidenten der Kultusministerkonferenz am Nachwuchsgipfel der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)

Im Rahmen des Nachwuchsgipfels der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften in Berlin nahm der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Henry Tesch, an einer Podiumsdiskussion teil, die sich mit den Möglichkeiten der Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland befasste. „Um einen möglichen Nachwuchsmangel vorzubeugen, ist es um so wichtiger, bereits im Kindergarten und später an den Grundschulen im spielerischen Umgang mit Technik Eignungen zu erkennen und zu fördern,“ betont Tesch. Dazu ist es notwendig und sinnvoll, die Entwicklung naturwissenschaftlich-technischer Bildungsziele für die Bildungsarbeit und deren Einbeziehung in den Orientierungsrahmen für die Arbeit in Kindertagesstätten und Grundschulen ausdrücklich festzuschreiben, unterstreicht der Präsident. Wünschenswert ist darüber hinaus, die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Grundlagen und didaktischer Kompetenzen in der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher zu stärken und Weiterbildungsangebote auszubauen.

Im Primarbereich sei eine Ausweitung der Vermittlung technischer Inhalte im Rahmen des Sachkundeunterrichts denkbar. „Mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz aus dem Jahre 2008 (Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaft und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung) tragen wir dieser Entwicklung Rechnung“, stellt der Präsident fest.

Der naturwissenschaftlich-technische Unterricht im Sekundarbereich orientiert sich zunehmend an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen. Projektorientierter, fächerübergreifender Unterricht steht deshalb im Vordergrund. „Leider macht es die Ausstattung der Schulen nicht immer einfach, den naturwissenschaftlichen und technischen Unterricht lebensnah zu gestalten,“ bemängelt Tesch. Umso wichtiger sei daher die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. „Deshalb ist die Zusammenarbeit mit acatech ein gelungenes Beispiel von “public-private-partnership,“ freut sich der Präsident.