Sie kommen aus 91 Staaten auf allen Kontinenten und vertreten ihr Land unter den „Weltmeistern“ im Sprachenlernen: Das Internationale Preisträgerprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes
(PAD) der Kultusministerkonferenz ermöglicht jedes Jahr rund 500 besonders begabten Schüler/-innen einen Aufenthalt in Deutschland. Überall dort, wo Deutsch als Fremdsprache in nennenswertem Umfang in allgemein bildenden Schulen unterrichtet wird, haben dazu Auswahlwettbewerbe stattgefunden, bei denen die Schüler/-innen in Aufsätzen und Interviews ihre exzellenten Deutschkenntnisse unter Beweis stellen konnten. Die besten von ihnen werden dann im Sommer für vier Wochen eingeladen. Finanziert wird das Programm aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.
In internationalen Gruppen erleben sie ein umfangreiches Exkursions- und Kulturprogramm, das ein authentisches und modernes Bild Deutschlands zwischen Rügen und der Zuspitze vermitteln soll. An einem „Hochschultag“, der gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) an einer Universität gestaltet wird, werden die Gäste über Hochschulzugangsmöglichkeiten sowie Studiengänge und -abschlüsse an Universitäten informiert. Zwei Wochen müssen sie aber auch die Schulbank drücken – an Gymnasien und Gesamtschulen in den Ländern. In dieser Zeit wohnen sie in Familien und gehen mit gleichaltrigen Gastgeschwistern in die Schule.
In den Gruppen, die ab Mitte August nach Deutschland kommen, sind Schüler/-innen aus Staaten von A wie Aserbaidschan bis Z wie Zypern dabei, aber auch aus der Ukraine und den Palästinensischen Autonomiegebieten, wenn ihre sichere An- und Abreise garantiert werden kann. Das Programm ist somit zugleich ein Ort, an dem die Welt mit ihren Problemen nicht außen vor bleibt, sondern diskutiert wird – in deutscher Sprache, nach den sportlichen Vorgaben des »Fair Play« und mit der Absicht der Verständigung.
So verwundert es nicht, wenn es im Fazit eines Teilnehmers heißt: „Ich habe in Deutschland nicht nur viel besser gelernt, mich in der deutschen Sprache auszudrücken, sondern auch, fremde Kulturen und Religionen zu akzeptieren und mit Menschen zu reden, die ich in meiner Heimat vielleicht als Feinde angesehen hätte.“
Für Rückfragen: Pädagogischer Austauschdienst,
Jörg Kretschmer, Tel. 0228 / 501-108.