„Es ist sinnvoll, Startnachteile von jungen Menschen aus bildungsfernen Familien auszugleichen“, reagiert der Präsident der Kultusministerkonferenz und Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf den Vorstoß von Bundessozialministerin Dr. Ursula von der Leyen. Gegenüber dem Instrument einer Bildungschipkarte allein für Kinder aus HARTZ-IV-Empfänger-Familien äußert sich Dr. Spaenle in seinem Schreiben an die Sozialministerin und ihre Amtskollegin aus dem Bildungsressort, Annette Schavan, zurückhaltend. Diese Begrenzung allein auf diese Zielgruppe greife zu kurz.
„Fördermöglichkeiten im Bereich Bildung für finanziell schwächer gestellte Familien haben nur dann eine Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung, wenn sie einvernehmlich mit den Ländern verwirklicht werden, die für die Bildung die Verantwortung tragen.“
Die nachhaltige Verbesserung der Fördermöglichkeiten für alle Kinder, etwa durch die Ausweitung von Ganztagsschulen oder Angebote zur Verbesserung der Sprachkompetenz, stellt für Spaenle ein zentrales Anliegen der Länder dar. Spaenle verwies in diesem Zusammenhang auf den jüngsten Beschluss der Kultusministerkonferenz zur
Förderstrategie für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler von März 2010.