Kultusminister Konferenz

 

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1. Vizepräsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Prof. Dr. Meyer, warnt vor Fehlinformationen bei der Rechtschreibreform

Mit Blick auf aktuelle Berichterstattung in einigen deutschen Zeitungen zum angekündigten Volksentscheid in Schleswig-Holstein warnt der 1. Vizepräsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (Sachsen), vor weiteren Fehlinformationen bezüglich des Verhaltens der Länder, falls der Volksentscheid in Schleswig-Holstein sein Ziel erreichen sollte:

"Die Kultusministerkonferenz hat zwar immer die Wahrung der Einheitlichkeit der deutschen Schriftsprache betont und ist sich darin einig mit allen Partnern der Wiener Absichtserklärung, der Bundesregierung und den deutschsprachigen Nachbarstaaten. Deshalb wurde die Neuregelung im deutschen Sprachraum gemeinsam erarbeitet und gemeinsam verabschiedet. Der gemeinsame Sprachraum braucht eine gemeinsame Schriftsprache.

Das Prinzip der Einheitlichkeit bedeutet jedoch nicht, daß die Kultusministerkonferenz und die anderen Länder die Einführung der Neuregelung der deutschen Rechtschreibung zwangsläufig stoppen werden, wenn in einem der 16 Länder eine besondere Situation eintritt.

Es kann keine Rede von einer bindenden Wirkung für andere Länder sein, wenn in Schleswig-Holstein der Volksentscheid sein Ziel erreichen würde!"

"Weitere Spekulationen sind fehl am Platze, sie haben auch keinerlei Grundlage." Staatsminister Prof. Dr. Meyer gibt zu bedenken, daß es gerade solche Spekulationen sind, die als immerwährendes Rätselraten mit zur Verunsicherung beigetragen haben. "Über einen Stopp der Reform ganz allgemein zu spekulieren ist gegenüber den Schulen nicht zu verantworten. Es gilt jetzt vor allem die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am 14.Juli dieses Jahres abzuwarten. Dieses wird Klarheit schaffen."