Kultusminister Konferenz

 

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Berufliche Orientierung: Schülerinnen und Schülern eine attraktive Perspektive aufzeigen

Während der 360. Kultusministerkonferenz am 7.12.2017 in Berlin haben die Kultusministerinnen und -minister eine gemeinsame Empfehlung zur Beruflichen Orientierung an Schulen beschlossen. Die Kultusministerkonferenz stellt Grundsätze, Ziele und Maßnahmen vor, die Schülerinnen und Schüler durch eine frühe, praxisorientierte und individuelle Berufliche Orientierung bestmöglich auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereiten und somit einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf ermöglichen sollen.

Neben der Empfehlung aktualisiert die KMK auch die Dokumentation zur Beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden Schulen. Die Dokumentation ist eine Übersicht über die Aktivitäten der Länder zur Beruflichen Orientierung, welche die gesetzlichen Regelungen und Vereinbarungen, ihre übergeordneten Zielsetzungen und Inhalte, die Angebote zur Praxiserfahrung, die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, die besonderen Maßnahmen in Bezug auf Zielgruppen und inhaltlicher Ausrichtungen sowie die Verankerung in der Lehrerbildung beinhaltet. Die Berufliche Bildung war das zentrale Thema für das Präsidentschaftsjahr 2017.

Dr. Susanne Eisenmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg sagt: „Mit der Empfehlung verbessern wir den Übergang zwischen Schulausbildung und der beruflichen Welt erheblich. Die Schülerinnen und Schülern erhalten frühzeitig Einblicke in attraktive Karriereoptionen, die sich an ihren Interessen, Fähigkeiten und Potenzialen orientieren. Hierbei gilt auch, dass die berufliche Ausbildung ein Königsweg und eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche Verdienst- und Karriereperspektive ist. Wir wollen junge Menschen beim Übergang in eine berufliche Ausbildung, ein Studium oder einen Beruf bestmöglich begleiten. Berufliche Orientierung ist für uns ein umfassender Prozess, der in der Schule einsetzt und in Ausbildung, Studium und Beruf mündet.“

Der Leitgedanke der Empfehlung besteht darin, Schülerinnen und Schülern zu befähigen, eine selbstständige, überlegte und tragfähige Berufsentscheidung zu treffen. Die Länder schaffen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit allgemein bildender Schulen mit beruflichen Schulen, integrierte Praxisphasen (z. B. Betriebserkundungen, Betriebspraktika) sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte im Themenfeld Berufliche Orientierung. In den Prozess der Beruflichen Orientierung sollen verstärkt Eltern und Erziehungsberechtigte einbezogen sowie flexible und individuelle Beratung und Begleitstrukturen für Jugendliche angeboten werden. Gleichermaßen soll die Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, Hochschulen und außerschulische Partnern (z. B. Unternehmen, Kammern, Sozialpartnern) gestärkt und diagnostische Instrumente zur Kompetenzfeststellung und Qualitätsentwicklung schulischer Konzepte vermehrt genutzt werden. Die neue Empfehlung bringt zum Ausdruck, dass berufliche und akademische Ausbildung absolut gleichwertig sind.

Lesen Sie auch die Bilanz-Pressemitteilung der Präsidentin


Verweise

Empfehlung zur Beruflichen Orientierung an Schulen
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.12.2017)


Dokumentation zur Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.12.2017)


Weitere Beschlüsse zu diesem Themenkomplex:

Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung zwischen der Kultusministerkonferenz und der Bundesagentur für Arbeit (Beschluss der Kul-tusministerkonferenz vom 01.06.2017)

Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015-2018

Gemeinsame Empfehlung der Allianzpartner „Die Qualität im Blick: Das Betriebspraktikum von Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16./17.03.2017)