Kultusminister Konferenz

 

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Europarat tagt in Brüssel: Sicherung der Demokratie durch Bildung

Effektive Demokratieerziehung als Antwort auf europäische Herausforderungen, wie die Vorbeugung von gewalttätigem Extremismus und Radikalisierung, die zum Terrorismus führen kann, steht im Mittelpunkt der Europaratskonferenz der europäischen Bildungs- und Erziehungsminister in Brüssel.

Die diesjährige Beratung hat das Thema „Securing Democracy through Education“ und findet vom 11. bis 12. April 2016 statt. Deutschland wird durch die Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Freistaates Thüringen, Birgit Klaubert, vertreten.

„Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate haben noch einmal auf eindringliche Art und Weise gezeigt, wie unentbehrlich Demokratiekompetenzen für unser alltägliches Zusammenleben sind. Es ist daher eine zentrale Aufgabe für jeden von uns, die Demokratiebildung mit allen dazugehörigen Fähigkeiten und Werten in allen Bildungsbereichen zu unterstützen und aktiv voranzutreiben“, betont Ministerin Birgit Klaubert.

Die europäischen Bildungs- und Erziehungsminister aus den 47 Mitgliedstaaten des Europarates diskutieren bei ihrem Treffen über einen neuen Referenzrahmen für Demokratiekompetenzen. Dieser wurde von dem Europarat unter Beteiligung von mehr als tausend Lehrkräften und Experten entworfen und bietet ein europaweites Instrument zur Anwendung in zahlreichen Bildungsbereichen, einschließlich Integrationsprogrammen. In diesem Zusammenhang werden sich die Bildungsministerinnen und -minister am zweiten Tag der Konferenz verstärkt dem Thema der Radikalisierung in Schulen widmen.

Die Diskussionen um die Stärkung der Menschenrechts- und Demokratieerziehung stehen somit in einer Reihe von anderen Maßnahmen mit gleicher Zielsetzung, etwa die Pariser Erklärung des EU-Bildungsministerrats zur Förderung von staatsbürgerlicher Bildung und der gemeinsamen Werte von Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung. Ausgelotet werden sollen Möglichkeiten zur engeren internationalen Kooperation zum Erreichen der gemeinsamen Ziele.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat bereits 2009 den Beschluss „Stärkung der Demokratieerziehung“ gefasst, der die Weiterentwicklung des Unterrichts, Demokratiepädagogik, Schülerbeteiligung und regelmäßige Veranstaltungen in den Mittelpunkt rückt. Seit längerem beschäftigt sich die KMK zudem mit der Rolle und Bedeutung von Interkulturalität im Bildungsbereich (Beschluss der KMK „Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule“ 2013).

Die Ständige Konferenz der europäischen Erziehungsminister (EEMK) ist ein bereits seit 1959 existierendes Gremium des Europarats. Deutschland wird hier direkt durch die Kultusministerkonferenz repräsentiert.