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„KI soll Bildung personalisieren und Unterricht für alle effizienter gestalten“

Staatsminister Schwarz für die BMK beim OECD-Bildungsministertreffen in Bratislava

OECD-Bildungsministertreffen in Bratislava (Foto: Michael Ashelm, Kultusministerium Hessen)

Als Vertreter der Bildungsministerkonferenz (BMK) hat Hessens Staatsminister Armin Schwarz heute beim OECD-Bildungsministertreffen in Bratislava die Position der Länder zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bildungsbereich vorgestellt. Im Zentrum seines Beitrags stand die klare Aussage, dass KI große Chancen für eine moderne, effiziente und allen zugängliche Bildung bietet – vorausgesetzt, sie wird umsichtig genutzt und in klare pädagogische und rechtliche Rahmen eingebettet. Die internationale Konferenz in der Slowakei steht unter dem Motto „Learning with AI – Learning for a World with AI“ und bringt Bildungsministerinnen und -minister aus über 30 Staaten zusammen.

„Künstliche Intelligenz bietet viele Möglichkeiten, den Unterricht für alle individueller und effizienter zu gestalten – wenn wir sie verantwortungsvoll einsetzen. Wir wollen Lehrkräfte stärken, Prüfungsformate anpassen und allen Schülerinnen und Schülern, zugeschnitten auf ihre Lernbedürfnisse, den Zugang zu KI-Kompetenzen ermöglichen. Dazu gehören auch die Berücksichtigung von Datenschutz und Persönlichkeitsrechten“, erklärte Staatsminister Schwarz in seinem Redebeitrag.

Schwarz machte außerdem deutlich, dass KI nicht als Ersatz für Lehrkräfte gedacht sei, sondern als Unterstützung, um Lernprozesse zu personalisieren und die Unterrichtsqualität zu verbessern. Schwarz: „Prüfungen sollen künftig noch mehr dazu anregen, eigenständig zu denken, kritisch zu reflektieren und kreative Lösungen zu entwickeln – Fähigkeiten, die im Umgang mit KI entscheidend sind. Ebenso wichtig ist die Integration von KI-Kompetenzen in alle Phasen der Lehrerbildung sowie die Entwicklung klarer rechtlicher Leitplanken für Datenschutz und ethische Standards. Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft oder Ausstattung Zugang zu KI-Kompetenzen erhalten.“

Die BMK sieht den Einsatz von KI als eine der zentralen Zukunftsfragen für Schule und Bildung. Mit der Teilnahme am OECD-Treffen bringt Staatsminister Schwarz seine Position in die internationale Diskussion ein und setzt ein klares Signal für eine wertebasierte und zukunftsorientierte Bildungspolitik. Die Kultusministerkonferenz hat zudem bereits 2024 Handlungsempfehlungen verabschiedet, die den verantwortungsvollen Einsatz von KI, die Integration in die Lehrerbildung und die Sicherung von Chancengleichheit in den Mittelpunkt stellen.


Hintergrund

Bildungsministerinnen und -minister der OECD-Mitgliedstaaten treffen sich auf Einladung des OECD-Sekretariats und des jeweils veranstaltenden Staates regelmäßig zu unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. Das diesjährige Treffen zum Thema KI dient dem Austausch und dem gegenseitigen Einblick in nationale Strategien. Die Ergebnisse fließen in die internationale Programmarbeit der OECD ein und sollen Orientierung für nationale Strategien bieten.

Das OECD-Bildungsministertreffen in Bratislava wird ergänzt durch einen High-Level Summit zu globalen KI-Leitlinien. Es findet im Vorfeld des diesjährigen OECD Global Forums „Future of Education and Skills 2040“ statt.

 
Rückfragen:

Michael Reichmann
Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressesprecher
Taubenstraße 10
10117 Berlin
Tel.: +49 30 25418-462
michael.reichmann@kmk.org 
www.kmk.org