Kultusminister Konferenz

 

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Leibniz-Programm äußerst wirkungsvolles Förderinstrument der Spitzenforschung

KMK-Präsident beglückwünscht Preisträger im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft  

Zur Verleihung der Förderpreise für deutsche Wissenschaftler im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft für 1997 am 15.Januar 1997 in der Bonner Universität hat der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Prof. Rolf Wernstedt (Niedersachsen), die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger beglückwünscht und das Leibniz-Programm als äußerst wirkungsvolles Förderinstrument für die Spitzenforschung gewürdigt. Das Programm sei ein Beispiel guten Zusammenwirkens von Bund, Ländern und Wissenschaftsorganisationen in der Forschungspolitik, so der KMK-Präsident, der gerade in dieser Zeit anhaltender finanzieller Engpässe und rigider Einsparungsnotwendigkeiten ganz besondere Bedeutung zukomme. Die Wissenschaftsminister der Länder setzten sich mit Nachdruck dafür ein, daß die großzügige Dotierung des Preises noch vielen Wissenschaftlern für ihre herausragenden Leistungen zuteil werden könne. Das große Prestige der verliehenen Auszeichnung trage dazu bei, die Leistungsfähigkeit der deutschen Forschung im Inland wie im Ausland unter Beweis zu stellen. Der Leibniz-Preis sei damit nicht nur Anreiz für junge Forscher an den Hochschulen und den wissenschaftlichen Einrichtungen sondern gleichermaßen ein wichtiger Baustein in den Bemühungen um eine Steigerung der Attraktivität des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts Deutschland.


Als Präsident der Kultusministerkonferenz, so Minister Wernstedt, sei er besonders stolz darauf, "daß die überwiegende Zahl der Preisträger und Preisträgerinnen an Universitäten tätig ist. Dies zeigt - wie ich meine - in beeindruckender Weise die Leistungsfähigkeit der Hochschulforschung; verpflichtet jedoch auch in gleicher Weise, auf dem mit der Hochschulstrukturreform eingeschlagenen Weg fortzuschreiten, um die Qualität und Effizienz der Hochschulausbildung zu steigern und die Forschungsfähigkeit der Hochschulen zu erhalten und wenn möglich zu steigern." Eine entscheidende Rolle werde dabei die bevorstehende Erneuerung des wissenschaftlichen Personals aufgrund der sich in den kommenden Jahren abzeichnenden hohen Ausscheidungsrate der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer haben. Hiervon könnten entscheidende Impulse für eine Modernisierung und Umstrukturierung der Hochschulforschung ausgehen. Auch Ansätze zur Schaffung von mehr Leistungsorientierung und Flexibilität im gesamten Hochschulbereich, etwa durch eine stärker leistungsorientierte Mittelverteilung, durch flexiblere Systeme bei der Festlegung der Aufgaben in Forschung und Lehre oder durch zeitlich begrenzte und an Evaluationen gebunde Vergabe von Leistungszulagen, müßten weiter verfolgt und realisiert werden.

Als besonders erfreuliche Aspekte bezeichnete es der KMK-Präsident, daß sich unter den Leibniz-Preisträgern des Jahres 1997 auch drei Frauen sowie zwei Wissenschaftler aus den neuen Ländern befinden. Vielleicht könne dies als Indiz dafür gewertet werden, so Minister Wernstedt, "daß wir in dem äußerst schwierigen Prozeß des Umbaus der ostdeutschen Forschungslandschaft auf dem richtigen Weg sind." Angesichts des gleichwohl fortbestehenden Nachholbedarfs sei die motivierende Wirkung, die mit dieser renommierten Auszeichnung verbunden sei, ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt.
Den gleichen ermutigenden Effekt erhoffe er sich auch im Hinblick auf eine Verbesserung der Repräsentanz von Frauen in der Forschung. Leider bestehe hier immer noch eine besondere Notwendigkeit für eine gezielte Förderung von Wissenschaftlerinnen. Besonders begrüße er es daher, daß das neue Hochschulsonderprogramm III mit 20% des Gesamtvolumens einen besonderen Schwerpunkt in der Frauenförderung setze. Er hoffe sehr, daß alle diese Maßnahmen dazu beitragen werden, daß die Anwesenheit von Frauen unter den Preisträgern des Leibniz-Preises keine Ausnahme und besonders hervorzuhebende Tatsache bleibe, sondern eine Selbstverständlichkeit werde.