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Wissenschaftsminister Wolf: Bologna-Prozess ist ein Erfolgsmodell

Kommende Woche tagt in Paris die zehnte Ministerkonferenz im Bologna-Prozess, der sich zur Aufgabe gemacht hat, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf wird als Vertreter der Länder zusammen mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, Deutschland vertreten. Der Delegation gehören auch wichtige Stakeholder an, ohne die die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland nicht möglich gewesen wäre.

„Der Bologna-Prozess ist ein Erfolgsmodell. In den vergangenen 20 Jahren seit der Sorbonne-Erklärung von 1998 hat sich die Studienlandschaft in Rheinland-Pfalz und Deutschland neu aufgestellt. Studienprogramme wurden modernisiert und im Rahmen neu geschaffener Möglichkeiten wurden neue Studiengängen wie duale und berufsbegleitende Angebote geschaffen. Das Bildungsangebot auch der rheinland-pfälzischen Hochschulen ist so transparenter, anschlussfähiger und international attraktiver geworden“, erklärt Wissenschaftsminister Wolf.

Bereits 98 Prozent des Studienangebots in Rheinland-Pfalz konnte in den vergangenen 20 Jahren auf gestufte Bachelor- und Master-Studiengänge umgestellt werden. Bundesweit liegt der Umstellungsgrad aktuell bei 91,1 Prozent. Insgesamt 516 Bachelor- und 478-Master-Studiengänge wurden an rheinland-pfälzischen Hochschulen im vergangenen Wintersemester angeboten.
„Rheinland-Pfalz hat die Chancen der Bologna-Reform genutzt. Die staatlichen Hochschulen haben sich bei der Qualitätssicherung gut aufgestellt. Mit der Johannes Gutenberg-Universität hatten wir in Rheinland-Pfalz die erste systemakkreditierte Hochschule bundesweit. Inzwischen sind die Technische Universität Kaiserslautern und die Fachhochschulen in Kaiserslautern, Trier und Worms nachgezogen; die Universitäten in Trier und Koblenz-Landau sind auf dem Weg. Das ist ein starkes Zeichen für die hohe Qualität der hochschulinternen Prozesse und der herausragenden Lehre in unserem Land“, schlussfolgert Wolf.

An der Pariser Ministerkonferenz vom 23. bis 25. Mai sind insgesamt 48 Unterzeichnerstaaten der Bologna-Erklärung vertreten. Neben den europäischen Staaten nehmen auch Gastländer wie Ägypten, Kanada, Japan oder Mexiko an den Unterredungen teil.

„In erster Linie wird in Paris über den Fortschritt des Bologna-Prozesses in den Staaten des Europäischen Hochschulraums beraten. Hier stehen wir in Deutschland bestens da. Darüber hinaus wird diskutiert, eine Erklärung zur Freiheit von Forschung und Lehre, der Hochschulautonomie und dem demokratischen Aufbau der Hochschulen abzugeben. Diese Werte sind zentral und unerlässlich, damit Wissenschaft und Lehre die Spitzenleistungen erbringen kann, die die Grundlage für eine gute Zukunft unserer Gesellschaften darstellen“, bekennt Wolf.

Darüber hinaus werden sich die Ministerinnen und Minister über den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, ein Netzwerk europäischer Universitäten zu etablieren, austauschen. Minister Wolf bekräftigte in diesem Zusammenhang nochmals die Absicht der rheinland-pfälzischen Landesregierung, die Universität der Großregion mit den rheinland-pfälzischen Mitglieds-Universitäten in Kaiserslautern und Trier auf den Weg zu einer Europäischen Universität zu schicken und diese bei der Antragsstellung zu unterstützen: „Dies ist eine einmalige Chance, die wir uns in der zusammenwachsenden europäischen Grenzregion zu Belgien, Luxemburg, Frankreich und dem Saarland nicht entgehen lassen sollten.“

Den Nationalen Bericht von Kultusministerkonferenz und Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses 2015–2018 finden Sie hier:

Pressekontakt

Markus Nöhl
Pressesprecher des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
markus.noehl@mwwk.rlp.de
06131-16-4597