Kultusminister Konferenz

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße zurücksetzen

schließen
 

#ErasmusDays 2019

3995 Veranstaltungen in drei Tagen – das waren die #ErasmusDays 2019, die vom 10. bis 12. Oktober in ganz Europa stattfanden. Auch in Deutschland haben zahlreiche Schulen, die derzeit eine Erasmus+-Schulpartnerschaft durchführen, mitgemacht.

An der Hans-Alfred-Keller-Schule, einer Grundschule in Siegburg (Nordrhein-Westfalen), herrscht internationales Gewimmel: Kinder mit und ohne Schulunifor-men toben über den Pausenhof und zurück ins Schulgebäude, fotografierende Eltern und Vertreter der Lokalpresse tauschen sich mit Lehrkräften aus, Freiwillige schmücken das Kuchenbuffet mit EU-Fähnchen und Gespräche auf Deutsch und Englisch vermischen sich. Nach und nach wird es ruhiger, die Kinder setzen sich auf bunte Kissen und Projektkoordinatorin Miriam Beitzen begrüßt die Eltern und die internationalen Gäste.

Seit Herbst 2018 arbeitet sie zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Spanien und den Niederlanden in dem Erasmus+-Schulprojekt „Knowing me – Knowing you“. Die #ErasmusDays, die Mitte Oktober europaweit stattgefunden haben, waren deshalb eine gute Gelegenheit, sich mit den Partnerschulen zu treffen und die gemeinsame Projektarbeit vor Ort fortzusetzen.

„Unsere Schülerinnen und Schüler haben die anderen Kinder näher kennengelernt und sich mit Siegburg und ihrer Umgebung beschäftigt, um darüber auf Englisch sprechen zu können. Nur wer sich selbst kennt und mit sich zufrieden ist, kann auch offen und vorurteilsfrei auf andere zugehen“, sagt Schulleiterin Katharina Sadeghian und erläutert damit zugleich, wofür das Motto des Schulprojektes steht und welche Ziele es verfolgt. Mit einer Videopräsentation zeigen die Lehrkräfte dann eine Zusammenfassung der bisherigen Aktivitäten – lautstarke Freude eingeschlossen, wenn einer der Grundschüler oder eine der Grundschülerinnen sich auf einem der Bilder wiedererkennt.

Die #ErasmusDays, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden haben, gehen auf eine Initiative der Nationalen Agentur in Frankreich für das EU-Bildungsprogramm zurück. In Deutschland rief erneut auch der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz, der Erasmus+ im Auftrag der Länder als Nationale Agentur verantwortet, zur Beteiligung auf. Rund 60 Schulen machten, trotz der Herbstferienzeit in vielen Ländern, mit.

So organisierte die Hellweg-Schule in Bochum (Nordrhein-Westfalen), die von 2019 bis 2021 gleich an zwei Erasmus+-Schulpartnerschaften beteiligt ist, verschiedene „Flashmob“-Aktivitäten im Schulgebäude und ein Gewinnspiel, bei dem es mit einem QR-Code auf Spurensuche zu gehen galt. Am Rottmayr-Gymnasium in Laufen (Bayern) waren die Schülerinnen und Schüler von der Erasmus+-Präsentation offensichtlich so beeindruckt, dass Projektkoordinator Thomas Stolz im Anschluss gleich 18 Anmeldungen von interessierten Jugendlichen bekam, die an einem individuellen Langzeitaustausch mit einer der Partnerschulen teilnehmen wollen. Rhythmische  Bewegung waren am Kepler-Gymnasium Tübingen (Baden-Württemberg) zu beobachten. „Wir haben es tatsächlich gemeinsam mit unseren 32 Gästen aus Frankreich, Polen, Ungarn und Rumänien geschafft, die Schule zum Tanzen zu bringen. Es war ein toller Tag“, berichtet Projektkoordinatorin Anne Fieting.

Einen anschaulichen Einblick in die kreative und mitunter berührende Projektarbeit der Erasmus+-Schulen geben zudem die Siegerbeiträge eines Videowettbewerbs, den der PAD anlässlich der #ErasmusDays ausgeschrieben hatte. Aus mehr als 30 Einsendungen wurden drei Clips ausgewählt. Das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium Dahn (Rheinland-Pfalz) überzeugte mit einer ebenso informativen wie humorvollen Reportage über eine internationale Begegnung an der britischen Part-nerschule zum Thema „Textile Designing and Engineering“. Die Berufsbildende Schule Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) zeigte in einem originellen Zusammen-schnitt verschiedener Erasmus+-Projekte seit 2014, wie vielfältig die internationale Zusammenarbeit an ihrer Schule aussieht.

Einen mitreißenden akustischen Eindruck machte die Stadtteilschule Horn (Hamburg) mit ihrem „Song for Europe“, der während einer Erasmus+-Schulpartnerschaft von den Schülerinnen und Schülern geschrieben und eingespielt wurde. Das musikalische Projekt entstand 2017 in Zusammenarbeit mit Schulen aus Spanien, Großbritannien und der Türkei sowie einer weiteren Schule aus Hamburg, der Brüder-Grimm-Schule. Die drei Schulen konnten inzwischen ein großes Dankeschön-Paket des PAD entgegennehmen.

Weitere Eindrücke sowie die Gewinnerbeiträge des #ErasmusDays Videowettbewerbs finden Sie unter  www.kmk-pad.org/erasmusdays.