Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat 2016 mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ einen gemeinsamen Rahmen geschaffen, um die Digitalisierung im Bildungsbereich aktiv zu gestalten. Die Strategie wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, beispielsweise um die erforderlichen Kompetenzen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz, sowie mit Empfehlungen, Berichten und konkreten Maßnahmen für alle Bildungsbereiche.
Bildung in der digitalen Welt – Die Strategie der KMK
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Die Strategie beschreibt, die Veränderungen und Herausforderungen, die sich durch die Verfügbarkeit der digitalen Technologien für das Bildungssystem ergeben. Sie zeigt die Chancen zur Qualitätsentwicklung auf. Zudem legt sie ein Kompetenzmodell für schulische Bildung vor, das individuelles Lernen, Identitätsbildung und die selbstbestimmte Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ermöglicht.
2021 wurde sie durch die Empfehlung „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ ergänzt. Diese greift Erfahrungen aus der Pandemie auf und betont die Bedeutung von Unterrichtsqualität und Schulentwicklung im digitalen Wandel.
In einer themenspezifischen Handlungsempfehlung von 2024 zum Umgang mit KI haben die Länder Maßnahmen vorgestellt, die seitens des Bildungssystems in Hinblick auf ein kritisches und gleichzeitig konstruktives Handeln mit dieser Technologie angegangen werden sollten.
Strategie der KMK von 2016
Empfehlung „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ von 2021
Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen von 2024
Die Strategie wird konsequent verfolgt – länderspezifisch und ländergemeinsam
Seit 2022 tauschen sich die Länder in der Kommission „Bildung in der digitalen Welt“ (DigiKom) aus. Sie vereinbaren ländergemeine Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie. Dabei steht die Kommission im Austausch mit Wissenschaft und Praxis, sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren und stimmt sich eng mit den Steuerungsgremien der Bund-Länder-Programme zum Digitalpakt Schule ab.
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Ziel ist es, den Kompetenzrahmen der KMK systematisch im Unterricht – fachspezifisch und fachübergreifend – zu verankern.
Kompetenzen in der digitalen Welt (Übersicht)
Die Digitalisierung verändert Arbeits-, Geschäfts- und Produktionsprozesse mit hoher Dynamik. Ziel ist es, diese Entwicklungen zeitnah in die berufliche Bildung zu integrieren und die Anpassungsfähigkeit der Lernenden zu fördern.
Die professionellen Kompetenzen der Lehrkräfte sind im Hinblick auf die erfolgreiche Gestaltung von Lehr-Lern-Prozesse zentral. Dies gilt auch angesichts der Relevanz von digitalen Medien und Werkzeugen im Unterricht und der Auswirkungen der digitalen gesellschaftlichen Transformation auf das Lernen.
Lehrkräfte benötigen zeitgemäße Kompetenzen – fachlich, didaktisch und technisch. Die KMK hat dafür zentrale Standards überarbeitet.
Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften
Fachwissenschaften und Fachdidaktiken
Informationen zur Lehrkräftebildung
Digitalpakt Schule – Gemeinsam für digitale Bildung
Es ist eine der großen Zukunftsaufgaben, Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Deutschland umfassend auf die Digitalisierung in allen Lebensbereichen vorzubereiten.
Der DigitalPakt Schule (2019–2024) und der Digitalpakt 2.0 sind zwei Teile eines Paktes zwischen Bund und Ländern, der auch die Kommunen mit einbezieht. Er verbessert die hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen bundesweit und nachhaltig.
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Mit dem Digitalpakt Schule haben Bund und Länder seit 2019 die größte gemeinsame Investition in die digitale Bildungsinfrastruktur in der Geschichte der Bundesrepublik umgesetzt. Insgesamt standen 6,5 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung, ergänzt durch Landes- und kommunale Eigenanteile. Nahezu alle Schulen in Deutschland – rund 30.000 – wurden erreicht. Der Digitalpakt Schule ermöglichte den flächendeckenden Ausbau von WLAN, die Modernisierung schulischer Netzinfrastrukturen sowie die Anschaffung digitaler Endgeräte und Präsentationstechnik.
Mit den länderübergreifenden Vorhaben (LüV) im DigitalPakt Schule konnten die Voraussetzungen für eine ländergemeinsame Bildungsinfrastruktur geschaffen werden. Der DigitalPakt Schule zeigt bei der Ausstattung der einzelnen Schulen Wirkung. Zudem wirkt er auch auf struktureller Ebene – und zwar regional, landesweit und länderübergreifend. Neue Strukturen der Zusammenarbeit wurden etabliert, um gemeinsam bestmöglich wirksam zu werden. Gute Kommunikation hat sich als ein wesentlicher Faktor für den Erfolg erwiesen.
Der Bilanzbericht zeigt, dass 97 Prozent der verfügbaren Mittel gebunden wurden und die Maßnahmen einen deutlichen Modernisierungsschub ausgelöst haben: Unterricht wird zunehmend digital unterstützt, mehr Lehrkräfte verfügen über medienpädagogische Qualifizierung und Schulen konnten ihre technische Ausstattung grundlegend erneuern.
Der Bilanzbericht DigitalPakt Schule wird Ende Februar/Anfang März veröffentlicht. [Verlinkung erfolgt an dieser Stelle]
Bund und Länder werden bis 2030 insgesamt 5 Milliarden Euro investieren - je zur Hälfte von Bund und Länder finanziert. Der Bund stellt 2,5 Milliarden Euro größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit, die Länder erbringen einen gleichwertigen Anteil. Damit knüpft der Digitalpakt 2.0 an den vorherigen DigitalPakt Schule (2019-2024) an. Der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger ist deutlich reduziert.
Ein neues Element ist die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“, die die Fortbildung von Lehrkräften in den Mittelpunkt stellt. Der Bund wird bis zu 250 Millionen Euro in praxisorientierte Forschung investieren, um mit fünf Forschungsclustern und einer wissenschaftlich geleiteten Transferstelle Schwerpunkte zu setzen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Praxis innovative Ansätze für den digitalen Unterricht zu entwickeln und Lehrkräfte gezielt auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.
Die Vereinbarungsdokumente befinden sich derzeit noch im Ratifizierungsprozess. [Verlinkung erfolgt an dieser Stelle]
Länderübergreifende Vorhaben
Unterrichten mit Materialien und Werkzeugen - Infrastrukturen zur Bereitstellung und Bewertung digitaler Bildungsmedien:
SODIX / MUNDO – Schnittstelle und Austauschplattform für Bildungsmedien
SODIX bildet das Rückgrat der ländergemeinsamen Bildungsmedieninfrastruktur. Als technischer Knotenpunkt fungiert SODIX als eine im Hintergrund agierende Austauschplattform für Bildungsmedien. SODIX aggregiert Unterrichtsmaterialien und Bildungsinhalte aus unterschiedlichen Quellen (u. a. Rundfunkanstalten, Open Educational Resources (OER) und Bildungsmedienanbieter), prüft und vereinheitlicht die beschreibenden Metadaten und stellt diese Drittsysteme, wie den Landesmediatheken und MUNDO, über eine offene Schnittstelle für den Datenaustausch zur Verfügung.
Technisch wird dieser Prozess durch Künstliche Intelligenz zur (teil-)automatisierten Generierung von Metadaten unterstützt. Hierbei werden Texte, Videos und Audios analysiert, Schlüsselwörter identifiziert und darüber den unterschiedlichen Lehrplänen zugeordnet.
Zusätzlich zur Sammlung, Prüfung und Bereitstellung von institutionell entwickelten Bildungsmedien können Lehrende, Lernende und Eltern zukünftig nicht nur das eigene Material über einen Medienupload einreichen, sondern mit Hilfe eines Editors auch selbst erstellen und auf Wunsch zur Weitergabe an MUNDO und die Landessysteme freigeben. Die endgültige Freigabe erfolgt dann nach rechtlicher Prüfung des Materials durch die Redaktion des FWU (Medieninstitut der Länder). Im weiteren Ausbau von SODIX sollen sich die angeschlossenen Länder mit ihren Medienportalen kollaborativ an der Medienerschließung beteiligen und Metadaten individuell um Bildungsplan- und Kompetenzverknüpfungen erweitern können.
Ein weiterer Baustein von SODIX ist die offene und frei zugängliche Bildungsmediathek MUNDO. MUNDO soll Lernende, Lehrende und Erziehungsberechtigte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, indem eine zentrale Auffindbarkeit von offenen, lizenzrechtlich und qualitativ geprüften Materialien sowie eine rechtssichere Nutzung garantiert werden. Mittels Filteroptionen (z. B. nach Schulfach, Klassenstufe und Schulart), einer Suche und einer intuitiven Benutzerführung sind in MUNDO die Bildungsinhalte für alle Nutzerinnen und Nutzer zielgerichtet erreichbar.
Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt SODIX/MUNDO.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter mundo.schule oder kontaktieren Sie gerne das MUNDO-Team unter mundo.schule/contact
DigLu – Digitales Lernen unterwegs ist ein onlinebasiertes Lernmanagementsystem für Kinder beruflich Reisender, deren Erziehungsberechtigten sowie deren Lehrkräfte der Stamm- und Stützpunktschulen und der Bereichslehrkräfte.
Mit DigLu wird das Ziel verfolgt, eine länderübergreifende digitale Infrastruktur für die Bildung der Kinder beruflich Reisender zu schaffen, die das Konzept „Lernen auf der Reise“ mit den Möglichkeiten des Lernens in der digitalen Welt verbindet. Insbesondere sollen mit DigLu die folgenden Verbesserungen in der Bildung von Kindern beruflich Reisender, die bisher weitgehend auf analoger Basis erfolgt, erreicht werden:
- Kontinuität des Lernens auf der Reise: Die Kinder beruflich Reisender können über DigLu stetig von den Lehrkräften der Stamm- und Stützpunktschulen sowie den Bereichslehrkräften online betreut und begleitet werden (auch über Videokommunikation).
- Dokumentation der Lernentwicklung und der Leistungsbewertung: Die Lern- und Leistungsentwicklung der Kinder beruflich Reisender wird durch alle beteiligten Lehrkräfte in DigLu kontinuierlich dokumentiert.
- Ortsunabhängige Nutzung vielfältiger Lehr- und Lernmaterialien: Durch das Internet ist es möglich, individuelle, an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtete Lehr- und Lernmaterialien in den unterschiedlichsten Formaten digital zur Verfügung zu stellen.
Darüber hinaus wurden zusätzliche Funktionen entwickelt und in die laufende Erprobung integriert, zum Beispiel die Entwicklung einer DigLu-App zur Offline-Nutzung von DigLu mit anschließender Synchronisation, die Entwicklung digitaler Strukturen für individuelle und selbstorganisierte Lernmaterialien sowie die Entwicklung offener Schnittstellen zur Herstellung der Anschlussfähigkeit von DigLu an verschiedene bestehende bzw. zukünftig geplante digitale Lernplattfomen im Bildungsbereich.
Für die Projektumsetzung wurde audivisa, die Deutsche Gesellschaft für E-Learning mbH, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt DigLu.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.
Weitere Informationen finden Sie auf der DigLu-Webseite unter diglu.de
Schulcloud-Verbund
Die Länder Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen entwickeln im Rahmen des DigitalPakts Schule mit dem Projekt Schulcloud-Verbund eine gemeinsame Lehr- und Lerninfrastruktur für alle an Bildung Beteiligten.
Die vom Bund geförderte Schulcloud-Verbund-Software, die bereits bis Mitte 2021 in einem Forschungsprojekt des Hasso-Plattner-Instituts in den drei Ländern pilotiert wurde, wird nach ihrem zwischenzeitlichen pandemiebedingten Einsatz als ländergemeinsames Entwicklungsvorhaben zur Umsetzung gemeinsamer, aber auch länderspezifischer Anforderungen weiterentwickelt.
Das Ziel des durch den DigitalPakt geförderten Entwicklungsvorhabens ist die Überführung des Prototyps in den Regelbetrieb. Dabei haben Datenschutzkonformität, hoheitliche Datensouveränität, Rechtssicherheit und Bedarfsorientierung oberste Priorität.
Die Schulcloud-Verbund-Software ist eine intuitiv nutzbare und den Anforderungen der DSGVO entsprechende, digitale Lehr- und Lernumgebung, die schulform- und schulübergreifend eingesetzt werden kann.
Die Schulcloud-Verbund-Software wird als Open-Source-Plattform entwickelt und hat zum Grundziel, Bildungsinhalte webbasiert örtlich und zeitlich unabhängig nutzbar zu machen. Ihr Einsatz ist damit sowohl im Unterricht sowie im außerschulischen Lernen und zu Hause gesichert.
Durch den Einsatz der Cloud-Technologie können Dokumente für den Unterricht zeit-, orts- und endgeräteunabhängig bereitgestellt, kollaborativ erarbeitet sowie schulübergreifend ausgetauscht und sicher gespeichert werden.
Freie und proprietäre Lerninhalte unterschiedlicher Anbieter im Internet können darüber hinaus datenschutzkonform genutzt werden. Mit dem Videokonferenz-Tool BigBlueButton steht ein ebenfalls datenschutzkonformes Kommunikationsmittel zur Verfügung, welches sowohl die Kommunikation mit der gesamten Klasse, als auch mit Kleingruppen und Einzelpersonen ermöglicht.
An dem Projekt sind die drei Länder Brandenburg, Niedersachen und Thüringen beteiligt.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.
Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten
Entwicklung und Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Verwaltung, Distribution und Nutzung von Bildungsmedien und -tools
Ziel des Projektes ist die Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Mediendistribution. Mit Hilfe dieser Services sollen zukunftsfähige, lizenzierte und geprüfte Unterrichtsmedien erfasst, verwaltet und distribuiert werden können, um neue Medienformen, zeitgemäße Lizenzmodelle und Nutzungsmöglichkeiten sowohl administrativ als auch nutzerseitig in den Medienportalen abbilden zu können.
Um die Bereitstellung zukunftsfähiger Formate zum Einsatz im Unterricht zu gewährleisten, ist eine technologische Fortentwicklung der aktuellen Mediendistributionssysteme notwendig. Durch eine technische Neukonzeption von Daten- und Medienhaltung, Medienlayout, Lizenzmanagement und einer Erweiterung der Mediatheken wird sichergestellt, dass Lehrende und Lernende diese Medien in ihren gewohnten Arbeitsumgebungen effektiv und niederschwellig nutzen können.
Die dazu notwendigen Module sollen in einer Art Baukasten-System miteinander verbunden werden. Die Module sollen keine proprietären Schnittstellen haben, sondern auf Standards basieren und - sofern vorhanden - an bestehende Strukturen anknüpfen. Die Module enthalten eine oder mehrere abstrakte Komponenten, z.B. Software as a Service, Microservices, mit deren Hilfe schnell auf neue Anforderungen, z.B. durch Austausch eines Moduls, reagiert werden kann.
An dem Projekt sind die Länder Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.
Das länderübergreifende Vorhaben strebt Weiterentwicklungen an, die das Lernmanagementsystem itslearning gezielt für den Einsatz in den teilnehmenden Ländern (Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) verbessert sowie länderübergreifende Arbeit ermöglicht. Es handelt sich daher um eine Investition in digitale Bildungsinfrastrukturen. Die angestrebten Weiterentwicklungen basieren auf durch den Einsatz von itslearning als Landeslösung in den beteiligten Ländern ermittelten Anforderungen im deutschen Raum. Diese spezifischen Anforderungen sind mittelfristig nicht als Produktweiterentwicklungen vorgesehen.
Das Vorhaben sieht die Verbesserung von itslearning in sechs Teilprojekten vor:
1. Optimieren des Systems in Bezug auf Barrierefreiheit
Ziel ist die Verbesserung der Nutzererfahrung für Schüler:innen und Lehrkräfte mit dem Schwerpunkt auf barrierefreier Nutzung. Inkludiert sind Verbesserungen sowohl für die Web- als auch die Tablet-Nutzung. Entwicklungen in Bezug auf die Barrierefreiheit haben das Ziel, vom Status WCAG 2.1 AA mit Ausnahmen auf WCAG 2.1 AA überzugehen sowie Konformität mit EN 301 549 zu erreichen.
2. Anpassen von itslearning für die Nutzung durch Grundschüler:innen
Durch das Optimieren und Vereinfachen der itslearning-Anwendungsoberfläche soll diese für jüngere Schüler:innen zugänglicher gemacht werden. Dazu gehört u.a. die Reduzierung der Komplexität der Anwendungsoberfläche, um die kognitive Belastung zu verringern und die Vereinfachung der Navigation sowie die Verbesserung des Content-Editor-Tools, um es Lehrkräften zu erleichtern, für Grundschüler:innen geeignete Inhalte mit mehr Abbildungen, mehr Videos und einfacheren Layouts hinzuzufügen.
3. Tablet-App und Verbesserung der mobilen Nutzung
Ziel ist die Entwicklung einer tabletspezifischen und barrierefreien itslearning-App für Grund- und Sekundarschüler:innen unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen der Länder.
4. Verbessern der Funktion des Kurskatalogs
Der Kurskatalog soll hinsichtlich Sichtbarkeit, Anmeldeverfahren und der Verbesserung des siteübergreifenden Arbeitens verbessert werden. Dadurch wird eine Funktion auf Landes- und Schulträgerebene implementiert, Kurse datenschutzkonform in Kurskatalogen zu veröffentlichen und zu teilen, um das Einschreiben von Lehrkräften und Schüler:innen über Schulen und Länder hinweg zu erleichtern.
5. Automatische Migration von Moodle
Durch einen Austausch von Kursen zwischen den im deutschen Raum am verbreitetsten Lernmanagementsystemen itslearning und Moodle wird eine Kooperation zwischen fast allen Bundesländern im Bereich der Lernmanagementsysteme ermöglicht.
6. Zukunftssicheres Lernen mit einem schüler:innenzentrierten Datenmodell
Es wird ein zentraler personengebundener Speicherort für Material und Daten von Schüler:innen eingeführt, der anfallende Schüler:innen-Daten unabhängig von itslearning-Kursen und Lehrkräften organisiert. Zielsetzung ist es, Schüler:innen den Zugriff auf ihre im Bildungswesen erzielten Ergebnisse und Materialien zu ermöglichen und zu erhalten, die beim Wechsel oder Verlassen einer itslearning-Instanz weiterhin zur Verfügung stehen.
Es handelt sich bei itslearning um ein kommerzielles Produkt. In einer ersten Projektphase soll daher in einer juristischen Machbarkeitsstudie ermittelt werden, ob eine Direktvergabe an itslearning als Entwickler nach geltendem Vergaberecht möglich ist. Bei einem positiven Ergebnis werden die oben beschriebenen Teilprojekte umgesetzt.
Die Länder Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beteiligen sich an dem länderübergreifenden Vorhaben.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Bremen.
Lernen - Steuern, Individualisieren, Bewerten, Beurteilen und Prüfen - Infrastrukturen zur onlinebasierten Diagnostik und Leistungsfeststellung:
TBA – Technologiebasiertes Assessment
Im Projekt TBA entwickelt das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) seit dem Jahr 2021 ein frei verfügbares Open-Source-Testsystem. Ziel ist es, die ländergemeinsamen Verfahren des nationalen Bildungsmonitorings – insbesondere die Vergleichsarbeiten (VERA) und den IQB-Bildungstrend – schrittweise auf digitales, onlinebasiertes Testen umzustellen.
Das IQB-Testsystem besteht aus drei zentralen Softwaremodulen für die Entwicklung, Durchführung und Kodierung digitaler Tests und Befragungen im Bildungskontext:
Das Teststudio umfasst u. a. einen Aufgabeneditor zur Entwicklung und Bearbeitung von Testaufgaben oder Befragungen. Neben einfachen standardisierten Aufgabenformaten (z. B. Multiple Choice) können auch digitale Werkzeuge für innovative Aufgaben mit einem höheren Interaktionsgrad (z. B. dynamische Geometrie-Software) eingebunden werden. Zudem werden Funktionen implementiert, um Aufgabenformate so anzupassen, dass sie auch von Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf (z. B. mit sonderpädagogischem Förderbedarf), bearbeitet werden können.
Die vom IQB bereitgestellten Tests für StarS (Stark in die Grundschule starten), BKT (Basiskompetenztests), VERA und den IQB-Bildungstrend werden bereits im Teststudio entwickelt. Länder bzw. Schulen und Lehrkräfte können zudem eigene Testaufgaben und Fragebögen im Teststudio erstellen
Das Testcenter dient der Vorbereitung und Durchführung digitaler Tests und Befragungen. Es beinhaltet u. a. einen Systemcheck mit dem geprüft werden kann, ob die verfügbare Schulhardware (Computer oder Tablet) die technischen Anforderungen erfüllt. Über eine Testleitungskonsole können Tests und Befragungen zentral gesteuert und der Bearbeitungsfortschritt beobachtet werden. Zudem werden Funktionen für eine möglichst barrierearme Testnavigation implementiert.
Die Kodierbox dient dazu, Rohdaten (Antwortdaten, Logdaten) aufzubereiten und mit Hilfe verschiedener Funktionen automatisiert sowie manuell zu kodieren.
Die Komponenten des Testsystems sind modular angelegt und können über standardisierte Schnittstellen in länderspezifische Systeme integriert werden. Damit unterstützt TBA I eine länderübergreifend nutzbare technische Grundlage für digitale Lernstandserhebungen, die zugleich Anschlussmöglichkeiten an bestehende Infrastrukturen in den Ländern bietet.
Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Länder bei Einführung und Betrieb des Testsystems. Dazu werden zentrale Fragen zu Datenschutz, Datensicherheit, Betriebs- und Infrastrukturanforderungen länderübergreifend aufgearbeitet und in Form von Empfehlungen nutzbar gemacht.
Für die Projektumsetzung wurde das IQB beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt TBA. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite des IQB. Die Programmierungen der Webanwendungen sind frei zugänglich.
Im Rahmen des Projektes TBA II wird die im Projekt TBA I entwickelte ländergemeinsame Testinfrastruktur um Funktionen des adaptiven und formativen Testens erweitert. Bisher können Onlinetests linear durchgeführt werden, wobei der gesamte Inhalt des Tests für alle Testpersonen von vornherein festgelegt ist. Mit TBA II soll künftig auch adaptives und formatives Testen ermöglicht werden.
Die adaptive Testfunktion erlaubt es, Testmodule unterschiedlicher Schwierigkeit auf Basis aktueller Leistungsschätzungen während der Testdurchführung durch einen Routingmechanismus auszuwählen und als nächsten Inhalt vorzugeben. Diese Funktionalität kann auf wenige Testmodule mit mehreren Aufgaben(-blöcken) begrenzt sein. Zum Beispiel könnten nach einem für alle identischen ersten Modul zwei weitere Module mit unterschiedlicher Schwierigkeit anschließen. Das adaptive Testsystem kann jedoch auch auf Aufgabenebene genutzt werden.
Durch adaptive Tests wird eine bessere Passung zwischen der Schwierigkeit des Tests und der Leistung der Testperson erreicht. Damit wird vermieden, dass einzelne Aufgaben(-blöcke) zu leicht oder zu schwer für eine Testperson sind. Mit einer adaptiven Zuweisung passgenauerer Aufgaben(-blöcke) kann bei identischer Testzeit möglicherweise die Präzision der Leistungsmessung und damit die Konstruktvalidität des Tests verbessert werden. Dies wird im Rahmen des Projektes untersucht.
Der formative Teil von TBA II beinhaltet den Einsatz mehrerer aufeinanderfolgender und wiederholt einsetzbarer Basiskompetenztests mit Rückmeldungen zu den Ergebnissen, beispielsweise Mitte der zweiten Jahrgangsstufe und erneut in der dritten Jahrgangsstufe, zur Feststellung eines Lernfortschrittes. Formatives Testen wird in Deutschland bisher im schulischen Kontext nicht regelmäßig systematisch eingesetzt. Gleichzeitig gibt es in der Forschung Evidenz für die leistungsförderliche Wirkung formativer Assessments. Ende 2022 hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz formatives Assessment in ihrem Gutachten "Basale Kompetenzen vermitteln - Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule" empfohlen. Im aktuellen SWK-Gutachten zur datengestützten Entwicklung und Steuerung in Schulen und frühkindlicher Bildung wird den Bundesländern erneut der Einsatz formativer Verfahren empfohlen.
Mit TBA II wird die technische Infrastruktur für die Durchführung formativer Assessments als weitere Option des Online-Testsystems entwickelt und in den Klassenstufen 2 bis 3 erprobt. Hierfür wurden Basiskompetenztests (BKT) für die Bereiche Lesen, Zuhören, Orthografie im Fach Deutsch sowie im Fach Mathematik entwickelt. Diese Aufgabenentwicklung ist jedoch kein Teil von TBA II.
Das Projekt TBA II wird am IQB und bei kompetenztest.de an der Friedrich-Schiller-Universität Jena umgesetzt. Alle Länder mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland beteiligen sich an dem Projekt TBA II.
Die Federführung für das Projekt liegt in Schleswig-Holstein.
Weitere Informationen zu TBA II finden Sie auf der Projektewebseite des IQB. Die Programmierungen der Webanwendungen sind frei zugänglich.
Im Kontext der Vergleichsarbeiten 3 und 8 existieren momentan vielfältige ländereigene oder institutseigene Rückmeldesysteme, die den jeweiligen ländereigenen Rückmeldungskonzepten Rechenschaft tragen. Trotz einer nahezu identischen Struktur der Ergebnisdaten variieren die Modelle dazu in vielfältiger Art und beziehen sich auf eine Rückmeldung der Lösungshäufigkeiten, über Kompetenzstufenmodelle bis hin zur Rückmeldung von Werten auf der Metrik der Bildungsstandards (BiSta). Dabei variieren sowohl die Darstellungsformen als auch die Verarbeitungsprozesse der Rohdatenwerte.
Vorhandene Rückmeldesysteme sind nicht interoperabel für die Kompetenzdiagnostik nutzbar; in der Regel wird für jedes Testverfahren ein dafür spezifisches Rückmeldesystem genutzt. Den Vergleichsarbeiten kommt hier insofern eine herausgehobene Bedeutung zu, dass diese prinzipiell von allen Ländern genutzt werden sollen und sich damit verbundene Entwicklungen im Rahmen des DigitalPakts in besonderer Weise empfehlen. Über definierte Schnittstellen soll die Einbindung von ländereigenen wie länderübergreifenden Plattformen ermöglicht werden.
TBA III dient der Entwicklung einer bundesweit nutzbaren digitalen Infrastruktur zur Rückmeldung von Daten aus Kompetenztests, Lernstandserhebungen, Ausgangslagenuntersuchungen und Vergleichsarbeiten an unterschiedliche Rezipienten. Dazu wird eine webbasierte Plattform aufgebaut, welche Daten(pakete) von Ergebnissen aus Testportalen über eine Schnittstelle empfängt, validiert und zur Darstellung an prototypische innovative, digitale Rückmeldungen weitergibt, die empirisch geprüft und im Hinblick auf ihre Nützlichkeit in der Schule agil entwickelt werden. Die Rückmeldungen beinhalten spezifische angemessene fachdidaktische Angebote, welche eine Weiterarbeit in den Schulen auf Basis der Ergebnisse optimal unterstützen.
Mit dieser so geschaffenen digitalen Rückmeldeinfrastruktur wird ein Set an exemplarischen, erprobten Online-Rückmeldungen geschaffen, die eine Basis für Rückmeldungen in anderen Fächern, Domänen und Kontexten bilden können.
Die digitale Rückmeldeinfrastruktur soll neun Ziele erfüllen:
- Sie stellt empirisch geprüfte für die Schulpraxis nützliche, digitale Rückmeldungen für verschiedene Testsysteme zur Verfügung.
- Sie kann von allen Ländern oder den von ihnen beauftragten auswertende Einrichtungen zur Ergebnisrückmeldung von Vergleichsarbeiten und anderen diagnostischen Verfahren eingesetzt werden.
- Sie ermöglicht die Nutzung von Daten aus verschiedenen Testsystemen (z. B. IQB, Kompetenztest.de, zepf oder indibit GmbH).
- Sie adressiert verschiedene Nutzergruppen wie Lehrkräfte, Klassen, Schulen oder Schuladministration.
- Sie ermöglicht durch die offene Nutzbarkeit die Umsetzung ländereigener Strategien.
- Sie ermöglicht den Austausch von Daten verschiedener Länder und verschiedener Testsysteme mit einem gemeinsamen Datenformat.
- Sie ermöglicht die Integration landeseigener Produkte und Strategien, z. B. bezogen auf bestehende Materialien bzw. die Verknüpfung verschiedener Maßnahmen.
- Sie ermöglicht durch den definierten Rahmen den Austausch und die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung spezifischer Lösungen (etwa weiterer Online-Rückmeldungen).
- Sie ermöglicht darüber hinaus eine Verknüpfung mit jeweils landeseigenen digitalen Lernplattformen und Schulclouds sowie externen Quellen für didaktische Materialien (SODIX).
Mit der Realisierung des Projekts steht den Ländern eine Open-Source-Lösung zur Verfügung, die durch geeignete Schnittstellen sicherstellt, dass die Rückmeldungen mit jeder Testplattform interagieren können. Somit wird ein kostenfreies und öffentlich zugängliches Rückmeldeportal geschaffen, das von den Ländern oder durch sie beauftragten auswertenden Einrichtungen für Ergebnisrückmeldung im Sinne einer förderwirksamen Diagnose genutzt werden kann. Das Projekt TBA III wird am IQB und bei kompetenztest.de an der Friedrich-Schiller-Universität Jena umgesetzt.
An dem Projekt sind die Länder Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein beteiligt.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.
SMART – Verstehensorientierte Online-Diagnostik realisiert am Beispiel der Diagnose und Förderung in Mathematik
SMART steht für „Specific Mathematics Assessments that Reveal Thinking” – ein verstehensorientiertes Online-Instrument für Diagnose und Förderung. Die australische Vorlage wurde im Rahmen des Digital-Pakts für den deutschsprachigen Raum adaptiert und technisch neu aufgesetzt. Alle Länder beteiligten sich an dem Projekt SMART. Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.
SMART steht ab Juni 2026 für erste Pilotierungen zur Verfügung.
SMART hilft, das mathematische Denken von Schülerinnen und Schüler sichtbar werden zu lassen.
Die Lehrkräfte nutzen die 5- bis 15-minütige Tests zu fokussierten Themen im Unterricht und erhalten direkt im Anschluss eine forschungsbasierte Diagnose sowie Hinweise zur Förderung - und das ganz individuell für jeden Einzelnen. Es stehen Tests zu allen Themenbereichen der Jahrgänge 5 bis 9 zur Verfügung.
Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum Lehrerbildung Mathematik (DZLM) an der Universität Duisburg-Essen realisiert.
Weitere Informationen finden Sie unter: smart.dzlm.de
Alle Länder beteiligten sich an dem Projekt SMART.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.
Adaptives Intelligentes System (AIS) inkl. der KI-Chatbot-Oberfläche "telli"
Die zwei Projekte Adaptive Learning Cloud (ALC) und Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) wurden zusammengelegt.
AIS als eine KI-gestützte adaptive Computerlernumgebung kann zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern und zur Unterstützung und Professionalisierung von Lehrkräften im Schulalltag einen großen Beitrag leisten. Die personalisierte Bereitstellung von digitalen Lerninhalten ermöglicht es Lernenden, ihren Bedarfen entsprechend selbstständiger und in ihrem individuellen Tempo zu lernen. Für Lehrkräfte entstehen wiederum zeitliche Freiräume, um sich Schülerinnen und Schülern gezielter persönlich widmen zu können. Das in diesem Projekt zu entwickelnde System soll sich daher flexibel in die Unterrichtphasen integrieren lassen und somit einen Rahmen für modernes, abwechslungsreiches und motivierendes und adaptives Lehren und Lernen schaffen.
Herzstück des Systems sind individuelle Lernpfade ausgehend vom jeweiligen Lernstand der Schülerin bzw. des Schülers. Die Basis für die Adaptivität des Systems ist ein intelligenter Algorithmus, auch „Künstliche Intelligenz“ (KI) genannt. Auf Grundlage von Informationen zum Lernprozess der Schülerin bzw. des Schülers weist das System jeweils individuell passende Inhalte zu und überprüft diese Zuordnung fortlaufend. Ferner soll die Lernumgebung den Lernenden direktes Feedback zu ihrem Lernfortschritt geben. Durch Erklärungen und Hinweise des Systems sollen Lernende ihre individuellen Wissenslücken oder Fehlermuster besser nachvollziehen und mithilfe entsprechender Übungsaufgaben eigenständig schließen können. Bestehende Wissens- und Kompetenzfelder sollen so weiter gestärkt und ausgebaut werden. Hierbei können die derzeitigen Entwicklungen im Bereich der LLM und KI genutzt werden.
Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte ein Instrument für ihren Unterricht, welches ihnen jederzeit einen Überblick über den Lernstand einzelner Schülerinnen und Schüler gibt und individuelle Unterstützungsbedarfe zu erkennen hilft. Die kumulierte Auswertung der Lerndaten ermöglicht es ihnen, auch für die ganze Lerngruppe frühzeitig und proaktiv spezifische Lehrangebote zu erstellen. Ziel des Systems ist es stets, als modernes digitales Lernmittel im Dienst der pädagogischen Freiheit von Lehrkräften zu stehen und diese in ihrem pädagogischen Handeln zu unterstützen, um möglichst individuelles Lernen der Schülerinnen und Schüler zielgerichtet zu ermöglichen.
Das Zielsystem, das zum Ende der Projektlaufzeit 2026 den Schulen zur Verfügung gestellt wird, soll eine Plattform mit adaptiven Lerninhalten und Übungen sein, die die Lehrkräfte im Unterricht und bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt sowie den Lernenden in synchronen und asynchronen Übungsphasen im Unterricht und Zuhause ein eigenverantwortliches Arbeiten auf dem individuellen Lernstand ermöglicht. Da das geplante System auch Anbietern kommerzieller Bildungsmedien offenstehen soll, sind administrative Funktionen erforderlich, die die Bereitstellung, Nutzung und ggf. Abrechnung lizenzpflichtiger Medien ermöglichen. Hinzu kommt ein Editor, über den Inhalte von kommerziellen Bildungsmedien-Anbietern und nicht-kommerziellen Autoren(-teams) innerhalb des Systems entwickelt bzw. eingepflegt werden können.
Das FWU setzt mit der KI-Chatbot-Oberfläche „telli” – als ein Teilprojekt des länderübergreifenden Vorhabens AIS – eine kurzfristige Basislösung zum Zugang zu LLMs (Large Language Model) um. „telli” steht den Bundesländern ab Frühjahr 2025 zur Verfügung und wird bis mindestens Ende der Projektlaufzeit (Juni 2026) betrieben. Ein Betriebskonzept nach Juni 2026 soll innerhalb der Projektlaufzeit in Abhängigkeit von der AIS-Lösung vorgelegt werden.
Am Projekt beteiligen sich alle Länder. Die Federführung hat bei diesem Projekt Hamburg, mit der Projektumsetzung ist das FWU beauftragt.
Ziel des Projekts ist die Optimierung und Weiterentwicklung des Umfragetools minnit’, das seit 2019 vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg betrieben wird.
Die Umfrage-App minnit’ ist eine Web-App, die Lehrkräfte und Lernbegleitende dabei unterstützt, Umfragen, Feedbackangebote und Reflexionsimpulse in Lernprozesse zu integrieren und Kindern und Jugendlichen Teilhabe und Mitgestaltung zu ermöglichen.
Sie ist
• kostenlos
• DSGVO-konform
• werbefrei
• intuitiv nutzbar
• pädagogisch ausgerichtet
• für unterschiedliche Zielgruppen und Bildungskontexte einsetzbar
minnit’ ermöglicht den Einsatz digitaler Umfragen im Bildungsbereich. Im Rahmen des länderübergreifenden Projekts wurde die Anwendung funktional erweitert, pädagogisch zeitgemäß und zukunftsorientiert weiterentwickelt sowie für unterschiedliche Nutzungsszenarien und Zielgruppen ausgebaut.
minnit’ ermöglicht es, Lernende und andere am Schulleben beteiligte Personen aktiv einzubeziehen, Rückmeldungen einzuholen, Meinungsbilder sichtbar zu machen, Lernprozesse zu reflektieren und Beteiligung im Bildungsalltag zu stärken.
Die aktuellen Bausteine umfassen unter anderem
• Einfachauswahl
• Mehrfachauswahl
• Richtig/Falsch
• Freitext und Wortwolken
• Lückentext
• Zuordnung
• Reihenfolge
Darüber hinaus stehen unterschiedliche Formate zur Verfügung, zum Beispiel
• Planungslisten
• Terminfindung und Terminbuchung
• QR-Code-Nutzung
• Augmented Reality
• spielerische Formate
• interaktive Geschichten
Neben spielerischen Formaten wie Spiel und interaktiver Geschichte wird Gamification in minnit’ pädagogisch gezielt eingesetzt: Sie orientiert sich an den Inner Development Goals und soll nicht nur Motivation fördern, sondern Reflexion, Selbstwirksamkeit, persönliches Wachstum und Verantwortungsübernahme unterstützen.
Durch die Weiterentwicklung trägt minnit’ dazu bei, Beteiligung, Medienbildung, Feedbackkultur und demokratische Mitgestaltung in einer digital geprägten Bildungswelt zu unterstützen. Lernende sollen nicht nur Antworten geben, sondern ihre Perspektiven einbringen, Entscheidungen mitgestalten und Verantwortung für Lern- und Entwicklungsprozesse übernehmen können.
minnit’ wurde so weiterentwickelt, dass es eine leistungsfähige, datenschutzkonforme und pädagogisch reflektierte Alternative zu anderen Umfrage-, Feedback- und Beteiligungsanwendungen darstellt. Unterschiedliche Funktionalitäten und Anwendungsbereiche werden in einer Anwendung gebündelt, erweitert und auf Bildungsbedarfe zugeschnitten. Dabei wurden insbesondere neue Frage- und Beteiligungsformate, zielgruppengerechte Nutzungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, barriereärmere Zugänge, unterschiedliche Sprach- und Verständnisebenen, verbesserte mobile Nutzung, stärkere Personalisierbarkeit, spielerische Elemente sowie die technische Anbindung an schulische Zugangssysteme und Plattformen berücksichtigt.
Neben diesen funktionalen und pädagogischen Erweiterungen soll durch die länderübergreifende Zusammenarbeit ein Synergieeffekt entstehen: zum einen durch eine gemeinsame, inhaltlich strukturierte Umfragebibliothek, zum anderen durch Community-Funktionen, die beispielsweise eine Bewertung öffentlicher Umfragen ermöglichen. So können Inhalte und Nutzungsideen länderübergreifend geteilt, weiterentwickelt und für unterschiedliche Bildungskontexte nutzbar gemacht werden.
An dem Projekt sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern, und Sachsen beteiligt.
Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.
IDeRBlog ts ist ein Tool, das als Erasmus+ Innovationsprojekt in den Jahren 2014 bis 2017 bis 2021 entstanden ist.
Es handelt sich hierbei um eine Plattform für Schüler:innen, in der digitale Schreibprozesse unter der Berücksichtigung neuer Ansätze der individuellen Förderung der Rechtschreibkompetenzen der Nutzer:innen geplant, durchgeführt und veröffentlicht werden können.
Damit leistet die Plattform einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch in den Bereichen Schreiben - Lesen - Rechtschreiben.
Gleichzeitig wird durch einen auf der Plattform implementierten Algorithmus, der die Daten über den Fortschritt der Lernenden automatisiert, analysiert und auswertet (Learning Analytics), eine individualisierte Förderung der Rechtschreibung aller Nutzer:innen ermöglicht. Schüler:innen erhalten speziell auf ihren Rechtschreib-fehlerschwerpunkt zugeschnittenes Übungsmaterial. Dieses besteht aus extern recherchierten Online - Übungen, Arbeitsblättern und vom IDeRBlog-Team programmierten Übungen.
Diese Daten können auch verwendet werden, nach Anmeldung unter https://spiel.iderblog.eu/
In dem im Rahmen des Projekts entstandenen Spiels die Rechtschreibung zu verbessern. Das Spiel bietet im spielerischen Rahmen die Möglichkeit, die Rechtschreibung gezielt auf die individuellen Fehlerschwerpunkte jedes einzelnen Lernenden hin zu verbessern.
Es steht allerdings auch allen anderen Schülern ohne Anmeldung zur Verfügung, um ihre Rechtschreibfähigkeiten spielerisch zu erweitern. Das Spiel wurde dem gamification Ansatz folgend unter neuesten rechtschreibdidaktischen Grundsätzen entwickelt und konzipiert und ist kostenlos nutzbar.
Durch die Nutzung der Plattform werden digitale Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schülern fachintegrativ geschult und verbessert, die in der Digitalstrategie der KMK und in den Curricula der einzelnen Bundesländer enthalten sind. Hier sind insbesondere die Bereiche „Kommunizieren und Kooperieren“, "Produzieren und Präsentieren“ sowie „Schützen und sicher Agieren“ zu nennen.
Zusammenfassend kann gesagt werden: Es handelt sich um ein intelligentes tutorielles System, das sich im Fachunterricht in Grund- und weiterführenden Schulen einsetzen lässt.
Ziele des Projekts:
- Anbindung per Single-Sign-On an die in den beteiligten Bundesländern eingeführten Identitätsmanagementsysteme an die Plattform IDeRBlog ts
- Weiterentwicklung und Umgestaltung des User Interface (Benutzeroberfläche)
- Im bewilligten Änderungsantrag zu IDeRBlog ts ist die Programmierung eines Spiels geplant, in dem in einem game based learning Ansatz die Rechtschreibung von Schülerinnen und Schülern verbessert wird
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite oder kontaktieren Sie gerne das IDeRBlog ts -Team.
An dem Projekt sind Nordrhein-Westfalen und das Saarland beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt beim Saarland.
2P | Potenzial & Perspektive ist ein online-basiertes Verfahren zur Diagnostik, Förderplanung und Förderung von Kindern und Jugendlichen im Alter ab 10 Jahren.
Das Ziel des Projekts 2P Lerntool DaZ ist die Entwicklung eines neuen 2P-Bausteins, welche in die 2P-Plattform integriert und mit dem vorhanden Diagnostikbaustein 2P Lernstand DaZ verknüpft wird. Beim 2P Lerntool DaZ handelt es sich um ein digitales Lerntool zum unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Lernen von Deutsch als Zweitsprache. Die Zielgruppe des Lerntools sind Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf DaZ der Klassenstufen 5 - 10 aller Schularten. Für die im Lerntool enthaltenen Übungsaufgaben werden vorhandene DaZ-Materialien der Länder digitalisiert. Das Lerntool wird browserbasiert oder als App verfügbar sein.
Weitere zentrale Eigenschaften des Lerntools sind:
- Einbettung in einen narrativen Rahmen, in dem Schülerinnen und Schüler von digitalen Mentorinnen und Mentoren begleitet werden („Gamification“)
- Lebensweltbezogene Lernumgebung („Task-Orientierung“)
- Lerntool passt sich automatisiert auf das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler („Adaptivität“)
- Übungsaufgaben mit mehrstufigem Feedback („Scaffolding“)
- Lernfortschritte sind für Schülerinnen und Schüler innerhalb der Lernumgebung sichtbar
- Lernfortschritte sind für Lehrkräfte innerhalb der Lehrkräfteverwaltung (2P-Plattform) sichtbar
Weitere Informationen zum Verfahren 2P finden Sie auf der Projekt-Homepage.
Unter der Federführung des Landes Rheinland-Pfalz beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an diesem Projekt.
Das Ziel des Projekts 2P primar ist die Entwicklung eines online-basierten Verfahrens zur Diagnostik, Förderplanung sowie zum adaptiven Lernen in der Grundschule. Es umfasst die Diagnostik- und Förderbausteine:
- „Sprachkompetenz Deutsch“ für (auch neu zugewanderte) Grundschulkinder,
- „basale sprachliche Kompetenzen“,
- „basale mathematische Kompetenzen“,
- sowie den analogen Baustein „sozial-emotionale Kompetenzen“.
Die Bausteine sind eingebettet in eine Plattform zur individuellen, digitalen Förderplanung.
Zielgruppe sind alle Grundschulkinder der Klassenstufen eins bis vier, auch mit Förderbedarf im Bereich Deutsch und/oder in den zur Erreichung der Mindeststandards notwendigen Basiskompetenzen (gemäß dem Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK, 2022) – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule).
2P primar stellt eine Erweiterung des bereits in der Sekundarstufe I etablierten Verfahrens 2P | Potenzial & Perspektive für den Primarbereich dar. Für die im Diagnostik- und Lerntool enthaltenen Aufgaben werden vorhandene Materialien der Länder digitalisiert. Das Diagnostik- und Lerntool wird browserbasiert sowie als App verfügbar sein.
Weitere zentrale Eigenschaften von 2P primar sind:
- Lerntool passt sich automatisiert auf das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler an („Adaptivität“)
- Übungsaufgaben mit mehrstufigem Feedback („Scaffolding“)
- Diagnostische Testmodule mit gütegeprüften Testaufgaben
- Einbettung in eine kindgerechte Benutzerführung, indem Schülerinnen und Schüler von digitalen Mentorinnen und Mentoren begleitet werden („Gamification“)
- Lebensweltbezogene Lernumgebung („Task-Orientierung“)
- Verwaltungsplattform für Lehrkräfte, zur Aufgabenzuteilung, Einsicht in diagnostische und lernbezogene Ergebnisse und als Ausgangslage für eine individuelle Förderplanung
Projektlaufzeit: April 2023 bis Dezember 2025
Weitere Informationen zum Verfahren 2P primar finden Sie auf der Projekt-Homepage.
Unter der Federführung des Landes Rheinland-Pfalz beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und (begleitend) Thüringen an diesem Projekt.
Verzahnen - technisch und administrativ - Infrastrukturen zur Verbesserung von Schnittstellenstandards:
Das länderübergreifende Vorhaben eduCheck digital (EDCD) dient der Entwicklung eines gemeinsamen Prüfverfahrens für digitale Bildungsmedien.
Ziel von EDCD ist es, Kriterien, Standards, Verfahren und technische Systeme zur Prüfung digitaler Bildungsmedien zu entwickeln, damit diese im Unterricht technisch zuverlässig und rechtskonform eingesetzt werden können.
Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie wird ein zunehmender Bedarf an geeigneten digitalen Bildungsmedien deutlich. Die Angebote für die Schule sind vielfältig und einem permanenten Wandel unterworfen. Lehrkräfte werden mit der technischen und rechtlichen Prüfung von digitalen Schulbüchern, Bildungssoftware oder Apps zeitlich und fachlich stark beansprucht. Für die Länder ergibt sich in diesem Zusammenhang ein erheblicher Mehraufwand bei Zulassungs- und Prüfverfahren dieser digitalen Angebote. EDCD vereinfacht diese Prüfprozesse durch die Entwicklung und Erprobung übergeordneter Standards und Verfahren. Dies schließt auch die Errichtung der dafür erforderlichen technischen Infrastruktur ein, d. h. es werden Testumgebungen bereitgestellt, eine Plattform für die Online-Zusammenarbeit der Beteiligten aufgebaut sowie eine Webpräsenz für die laufende Veröffentlichung der aktuellen Prüfkriterien erstellt.
Weitere Informationen finden Sie auf der eduCheck-Website.
Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt eduCheck digital. Die Federführung für das Projekt liegt bei Rheinland-Pfalz.
VIDIS als „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“ macht digitale Bildungsangebote für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler mit bestehenden Schulaccounts erreichbar.
Im Februar 2021 ist VIDIS als ländergemeinsames Projekt, das vom FWU entwickelt wird, im Rahmen des DigitalPakts Schule offiziell gestartet. Ziel ist, eine Anmeldung für alle Schulen in Deutschland zu schaffen, das heißt, mehr als 800.000 Lehrkräfte und fast 11 Mio. Schülerinnen und Schüler sollen VIDIS nutzen können. Dazu werden bestehende Portale von Schulen, Schulträgern und Ländern intelligent mit einer Vielzahl von digitalen Bildungsangeboten über eine einheitliche Anbindung vernetzt. Schulische Benutzerinnen und Benutzer können sich zukünftig mit ihrem bereits bestehenden, persönlichen Schulaccount bei einer Vielzahl von Angeboten per Einmalanmeldung (Single-Sign-On) anmelden. Dieser Login ist datenschutzrechtlich abgesichert, z. B. durch Pseudonymisierung und weitere Maßnahmen, sodass eine Anmeldung über den VIDIS-Dienst in allen teilnehmenden 16 Ländern datenschutzkonform ist. Gleichzeitig stellt VIDIS sicher, dass Anbieter von digitalen Bildungsangeboten, z. B. von digitalen Schulbüchern, Lernplattformen und Lern-Apps, eine verlässliche technische und organisatorische Schnittstelle länderübergreifend nutzen können.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite oder kontaktieren Sie gerne das VIDIS-Team.
Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt VIDIS. Die Federführung für das Projekt liegt bei Mecklenburg-Vorpommern.
MUSES – Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes einer pädagogischen Muster-Netzwerklösung für Schulträger zur zentralen Bereitstellung von IT-Infrastrukturdiensten für Schulen
Ziel des Projektes MUSES ist es, Schulträger dabei zu unterstützen, Schulen wesentliche IT-Dienste zuverlässig und effizient zentral zur Verfügung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, entsteht im Rahmen von MUSES eine Musterlösung. Die Musterlösung besteht aus einem ITSM-Framework - einem konzeptionellen Rahmenwerk, welches unabhängig von einer spezifischen technischen Lösung nutzbar ist -, sowie einer technischen Lösung, welche ausgehend vom Konzept eine spezifische Implementierung technischer Systeme darstellt.
Das speziell auf Schulträger und deren Rahmenbedingungen zugeschnittene Framework ermöglicht Schulträgern jeden Reifegrads eine Verbesserung ihrer IT Service Erbringung.
MUSES trägt somit dazu bei Schulträger zu entlasten, indem eine standardisierte und erprobte Musterlösung bereitgestellt wird, welche Schulträger nutzen können.
Dadurch sinkt die administrative Belastung der Schulen, während der IT-Betrieb professionalisiert wird.
Ergänzt wird die Musterlösung durch ein Reifegradmodell, welches es ermöglicht ausgehend von einer strukturierten Bestandsaufnahme konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen abzuleiten.
An dem Projekt sind die Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.
LICENCE CONNECT - Lizenzvermittler
Ziel des Vorhabens LICENCE CONNECT ist es, einen technischen Dienst für die Vermittlung und Verwaltung von Lizenzinformationen zu entwickeln, damit Schulen, Schulträger und Länder digitale Bildungsangebote möglichst einfach beschaffen, zuordnen und den Nutzern zur Verfügung stellen können.
Für die Lizenzierung digitaler Bildungsangebote fehlt es derzeit noch an Möglichkeiten diese in bestehenden Systemen abzubilden. Zwar gibt es in den Ländern leistungsfähige Infrastrukturen für das Lizenzmanagement traditioneller Medien wie zum Beispiel für die Schulbuchausleihe. Diese Systeme sind jedoch heterogen, stark verteilt und decken eine Reihe aktueller Anwendungsfälle bei der Beschaffung und Distribution von digitalen Bildungsangeboten nicht (mehr) ab. Aus diesem Grund besteht ein Bedarf an einem leistungsfähigen Lizenzvermittler, der sowohl in die föderalen Systeme der Länder integriert ist als auch die Arbeitsprozesse der Schulträger und Schulen abbildet.
Derzeit gibt es viele verschiedene Projekte, Initiativen und Produkte, die Teile dieser Aufgaben übernehmen, aber keines, das diese interoperabel als Zwischenschicht verbindet. Es besteht ein Bedarf an einer tieferen Verzahnung zwischen den vorhandenen Systemen. Zusätzlich lassen sich über einen auf Schnittstellen ausgelegten Dienst aktuelle und zukünftige Lizenz- und Abrechnungsmodelle regional und überregional verwalten und für das nutzerspezifische, rechtssichere Medienangebot der Lernenden und Lehrenden auswerten. Hier bietet sich insbesondere die Autorisierung innerhalb der staatlichen Systeme und der damit verbundenen Systeme, wie beispielsweise der VIDIS-Infrastruktur, an.
Für die Projektumsetzung ist beabsichtigt, das FWU, das Medieninstitut der Länder, zu beauftragen. Am Projekt beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Federführung für das Projekt liegt bei Rheinland-Pfalz.
Die Länder sind zunehmend darauf angewiesen, Anwendungen und Systeme in professionellen Architekturen für Rechenzentren zu hosten, weil die bisherigen Lösungen vor Ort in Schulen oder Landeseinrichtungen insbesondere im Hinblick auf dynamische Skalierbarkeit zunehmend auf Grenzen stoßen. Die in den beteiligten Ländern bereits gesammelten Erfahrungen zeigen, dass an Rechenzentren für die Nutzung im schulischen Bereich besondere Anforderungen bestehen. Der Schulbetrieb unterscheidet sich signifikant vom Betrieb wirtschaftlicher Unternehmen. Rechenzentren müssen flexibel sein, um die unterschiedlichen Nutzungsszenarien und Nutzungszeiten an Schulen bedienen zu können. Durch das Vorhaben soll eine skalierbare und agile Umgebung entstehen, so dass auf die Unterschiede in der Nutzung flexibel reagiert werden kann. Zugleich verbessert sich mit einer Cloud-Infrastruktur für den schulischen Bildungsbereich auf Basis der Anforderungen der Länder die IT- Sicherheit und die Einhaltung des Datenschutzes im Schulbereich wesentlich. Insbesondere den besonderen Anforderungen an die IT-Sicherheit bei der Verarbeitung von Daten minderjähriger Schülerinnen und Schüler wird damit Rechnung getragen.
In den an diesem Projekt beteiligten Ländern bestehen unterschiedliche strukturelle Rahmenbedingungen, sodass mit diesem länderübergreifenden Vorhaben bessere Möglichkeiten entstehen, landesweite und länderübergreifende Lösungen zu entwickeln und zu betreiben. So können beispielsweise perspektivisch Onlinearbeitsplätze für Lehrkräfte entstehen, die auf einer gemeinsamen Technologie basieren, aber länderspezifisch ausgeprägt sein können. Damit kann eine kosteneffiziente Lösung mit Synergien realisiert werden. Durch den Austausch der beteiligten Länder, können diese wechselseitig von den Entwicklungen und Lösungen profitieren.
Ziel des Projektes ist es, eine gemeinsame Lösung für eine Cloud-Infrastruktur für spezifisch schulische Bedarfe zu entwickeln, die die unterschiedlichen Anforderungen der Länder erfüllt.
An dem Projekt sind die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.
Das Projekt Metadata for educational Media (MEM) bildet eine Erweiterung der ländergemeinsamen Bildungsmedieninfrastruktur SODIX, die Bildungsmedien über standardisierte Schnittstellen länderübergreifend bereitstellt. Die Bildungsmedien werden dabei anhand umfangreicher Metadaten beschrieben und somit auffindbar gemacht. Im Rahmen von MEM soll dieser Metadatenstandard um Kompetenz- und Inhaltsbeschreibungen der Lehrpläne ergänzt werden.
Das Angebot digitaler Unterrichtsmaterialien hat in den vergangenen Jahren einen enormen Zuwachs verzeichnet, sodass eine Vielfalt didaktischer Ressourcen in digitaler Form zur Verfügung steht. Dies führt dazu, dass Lehrkräfte bei der Suche nach Bildungsmedien oft mit einer langen Ergebnisliste konfrontiert werden, die anschließend nach individuellen Anforderungen und Bedarfen manuell geprüft werden muss. Das MEM-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Lehrkräften perspektivisch eine passgenaue Suche entlang ihrer bundeslandspezifischen Lehrpläne zu ermöglichen. Eine Trefferliste mit Bezug zum konkreten Lehrplanthema ist das Resultat. Hierbei erfolgt die Beschreibung der Bildungsmedien anhand der in den Lehrplänen definierten Kompetenzen.
Die Realisierung erfolgt durch eine Erweiterung des Metadatenstandards für Bildungsmedien. Dadurch soll jeder individuelle Lehrplan umfassend beschrieben werden. Damit dies gelingt, werden die Lehrpläne in Zusammenarbeit mit den 16 Bundesländern in eine maschinenlesbare Form überführt. Zudem ist vorgesehen, ein technisch einheitliches Vokabular zu etablieren, um Bildungsmedien bundesländerübergreifend vergleichbar zu machen und Niveaustufen zuordnen zu können. Um Ähnlichkeitsbeziehungen von Lerninhalten abzubilden, ist die Implementierung umfassender Wissensräume in einem Knowledge-Graphen geplant. Dies ermöglicht eine strukturierte und effiziente Darstellung von Zusammenhängen zwischen Fachinhalten und fördert ein tieferes Verständnis der Wissensstruktur.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Webseite.
Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. 15 Länder beteiligen sich an dem Projekt Metadata for educational Media (MEM). Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.
Lehren - Professionalisieren und Kollaborieren - Infrastrukturen zur Beratung und Qualifizierung des Lehrpersonals:
Gute berufliche Bildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Daher unterstützt HubbS (Verlinkung zu https://hubbs.schule/) die digitale Transformation beruflicher Schulen durch eine moderne, datenschutzkonforme und praxisorientierte Infrastruktur. Ziel ist es,
- Lehrkräfte beruflicher Schulen bundesweit zu vernetzen,
- den Austausch und die gemeinsame Entwicklung digitaler Unterrichtsmaterialien zu fördern,
- qualitätsgesicherte Bildungsmedien zentral bereitzustellen,
- digitale Lehr- und Lernformate nachhaltig in der beruflichen Bildung zu verankern,
- sowie die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Schulen und Landesinstituten auszubauen.
HubbS vereint drei zentrale Bausteine: eine offene Mediathek, einen geschützten Community-Bereich für Lehrkräfte sowie einen redaktionellen Informationsbereich. Alle Angebote sind direkt über die Startseite erreichbar.
Die kostenfreie und frei zugängliche Mediathek enthält qualitätsgeprüfte digitale Bildungsmedien verschiedener Anbieter in vielfältigen Formaten, darunter multimediale und interaktive Inhalte. Umfangreiche Such- und Filterfunktionen ermöglichen eine zielgerichtete Recherche, beispielsweise nach Berufsfeld, Lernressource oder Sachgebiet. Lehrkräfte können eigene Unterrichtsmaterialien veröffentlichen und mit anderen teilen. Vor der Veröffentlichung prüft die HubbS-Redaktion die Inhalte auf urheber- und lizenzrechtliche Anforderungen.
Der geschützte Community-Bereich steht ausschließlich Lehrkräften beruflicher Schulen zur Verfügung. Er ermöglicht die bundesweite Vernetzung und die kollaborative Zusammenarbeit an Unterrichtsmaterialien. Hierfür stehen verschiedene digitale Werkzeuge zur Verfügung, darunter Videokonferenzen, Cloudspeicher und ein gemeinsamer Editor mit integrierten H5P-Modulen. Lehrkräfte können sich über private Nachrichten, Gruppen und einem Newsfeed austauschen sowie Inhalte teilen, kommentieren und gemeinsam weiterentwickeln.
Der Informationsbereich bündelt aktuelle Informationen und Serviceangebote zur beruflichen Bildung. Dazu gehören Veranstaltungshinweise zu Fort- und Weiterbildungen, Messen und Kongressen ebenso wie redaktionelle Beiträge zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Open Educational Resources und weiteren Themen rund um den Berufs- und Schulalltag.
Darüber hinaus bietet HubbS ein bundesweites Verzeichnis der beruflichen Schulen sowie Informationen und Rahmenlehrpläne zu dualen und schulischen Ausbildungsberufen.
Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte beruflicher Schulen, an Landesinstitute, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie weitere Akteure der beruflichen Bildung.
Das Projekt wird länderübergreifend umgesetzt. Die Federführung liegt bei Baden-Württemberg. Die technische und redaktionelle Umsetzung erfolgt durch das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht. Technisch greift HubbS auf die bereits vorhandene SODIX-Infrastruktur zurück.
Weiterführende Informationen über HubbS finden Sie auf der Projekt-Homepage (Verlinkung zu https://hubbs.schule/ueber-uns).
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entwickeln im Rahmen des Digitalpakt Schule mit dem Projekt „Vernetzte Zukunftslabore“ an zwei berufsbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einen innovativen Lehr- und Lernansatz für die berufliche Bildung mit digitaltechnischen Anwendungen (u.a. digitale Zwillinge). Neben dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik und AR/VR-Technologien werden auch die Bereiche Informationstechnik, Wirtschaft, Produktdesign und die Berufsbereiche Gesundheit/Pflege/Sozialpädagogik eingebunden.
Dabei steht die Stärkung der beruflichen Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Digitalisierung und interdisziplinäres Arbeiten im Fokus. Die Vermittlung von Ausbildungsinhalten sowie die für digitale Transformationsprozesse essenziellen Metakompetenzen sollen im Rahmen des Prozesses der Produktplanung, im weiteren Sinne projektbasiert, erfolgen. Damit wird im Sinne konstruktivistischen Lernens eine anwendungsorientierte didaktische Erweiterung von Unterrichtsszenarien abgebildet.
Berufsbildende Schulen werden so zu Entwicklungslaboren, zu „Unternehmen 2.0“. Hier werden Ideen aus arbeitsweltrelevanten Kontexten generiert, diskutiert und auf ihre Umsetzung geprüft. Und nicht nur das, es soll auch automatisiert und produziert werden, was in dieser Denkfabrik für zukunftsfähig und produktionswürdig erachtet wird.
In kollaborativen Strukturen arbeiten die Ausbildungsberufe Metall-, Elektro- mit der Informationstechnik und den angehenden Wirtschaftsexperten zusammen, ebenso werden auch die Schülerinnen und Schüler in der Pflege und in der Sozialpädagogik zu Mitarbeitenden im Zukunftslabor, in dem besonders Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien weiterentwickelt werden.
In jedem Jahr werden länderübergreifend, gemeinsam mit den Kooperationspartnern, mindestens zwei Projekte von der Produktidee bis zur Marktreife vollständig entwickelt und in die Realität umgesetzt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projekt-Homepage.
Die Weiterentwicklung und der notwendige Betrieb des länderübergreifenden vernetzten Digitalisierungslabors werden im Auftrag der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durch die beiden Berufsbildenden Schulen, Berufskolleg Höxter sowie BBS Georg-von-Langen-Schule Holzminden, umgesetzt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.
Schulsport-Arena: Zentrale Plattform zur Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme
Die Schulsport-Arena ist eine zentrale Plattform zur verbesserten didaktischen Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme, insbesondere des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“.
Dabei werden folgende Ziele verfolgt:
1. Unterstützung von Lehrkräften durch die Bündelung von Information und Materialien
Bisher werden bundesweite Schulsportinitiativen und -programme, beispielsweise des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und seiner Mitgliedsorganisationen, über verschiedenste Plattformen an die Schulen sowie ihre Lehrkräfte kommuniziert und teilweise auch über diese Plattformen organisiert. Die Schulsport-Arena bietet Lehrkräften Informationen, Materialien und methodisch-didaktische Hinweise zu bundesweiten Schulsportinitiativen an einem zentralen Ort an und entlastet Lehrkräfte damit bei deren Recherche. Über eine freiwillige Registrierung wird die Möglichkeit geschaffen, Lehrkräfte über neue Schulsportinitiativen oder Änderungen bestehender Initiativen zu informieren zu informieren.
2. Unterstützung von Lehrkräften bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport
Die Schulsport-Arena unterstützt Lehrkräfte bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport. Sie bietet die Möglichkeit, über visuell dargestellte Begleitmaterialien wie Fotos, Grafiken und Filme folgende Aspekte besonders anschaulich darzustellen:
- den Aufbau von Spiel- und Übungsstationen,
- Hinweise zum Helfen und Sichern,
- Vorschläge zur organisatorischen Umsetzung mit Sportgruppen in Schulsportstätten und
- Module zur methodisch-didaktischen Hinführung der Schülerinnen und Schüler zum Zielspiel oder zur Zielübung im Rahmen einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit
Dadurch werden Lehrkräfte insbesondere auch darin unterstützt, neue Wettkampf- und Spielformate oder Trendsportarten in den Schulsport aufzunehmen und erfolgreich zu unterrichten.
Darüber hinaus stellt die Plattform Lehrkräften auch unmittelbar im Unterricht einsatzbare Module zur Vermittlung von olympischen Werten und zur Doping-Prävention sowie zur Prävention von Gewalt im Sport zur Verfügung.
3. Unterstützung bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Bundesfinals „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe
Die Schulsport-Arena unterstützt die Durchführung der Bundesfinalveranstaltungen „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe, verkürzt Arbeitsschritte, gestaltet diese nachhaltiger und optimiert die Kommunikation mit den teilnehmenden Schulen. Schnittstellen zu den entsprechenden Landesportalen sichern die Anschlussfähigkeit zu Wettbewerben auf Ebene der Länder.
Zur Erreichung dieser Ziele ist die Schulsport-Arena in zwei Bereiche gegliedert: Die Content- & Community-Arena und die Event-Arena. Die Content- & Community-Arena bündelt Informationen, Materialien und methodisch-didaktische Hinweise für Lehrkräfte und adressiert damit insbesondere die ersten beiden Ziele. Der Start dieses Bereichs ist zum Schuljahr 2026/27 geplant. Die Event-Arena richtet sich auf das dritte Ziel aus und unterstützt die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Bundesfinalveranstaltungen von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“. Sie wird seit Ende 2024 für die Organisation der Bundesfinalveranstaltungen eingesetzt und auf Grundlage der Praxiserfahrungen stetig weiterentwickelt.
Beide Bereiche der Schulsport-Arena werden bis Ende 2026 gezielt weiterentwickelt. In der Content- & Community-Arena sollen Suche, Filter, Metadatenlogik und Inhaltsdarstellung weiter verbessert werden, damit Lehrkräfte passende Materialien und Informationen noch schneller finden. Ergänzend sollen Funktionen wie Merkliste, Sammlungen und Exportmöglichkeiten ausgebaut werden. Außerdem ist vorgesehen, die Inhalte über SODIX in bestehende Ländersysteme einzubinden und den Zugang für Lehrkräfte über VIDIS zu vereinfachen. In der Event-Arena sollen die bereits genutzten Module für die Bundesfinalveranstaltungen weiter vervollständigt werden.
Dauerhaft soll die Schulsport-Arena als länderübergreifende digitale Infrastruktur für den Schulsport ausgebaut werden. Die Content- & Community-Arena soll skalierbar, barrierearm und mit professionellen Qualitätssicherungs- und Freigabeprozessen weiterentwickelt werden. In der Event-Arena steht dann die Ausweitung auf die Landesebene im Mittelpunkt, damit Länder schulsportliche Wettbewerbe von kommunalen und regionalen Ebenen bis zu Landesfinals digital, effizient und medienbruchfrei organisieren können und Sportlehrkräfte dadurch schneller, einfacher und mit weniger organisatorischem Aufwand an schulsportlichen Wettbewerben teilnehmen können.
Das Projekt Schulsport-Arena wird durch die Deutsche Schulsportstiftung auf der Basis einer Zuwendung der Länder umgesetzt. Nach der Testphase wird die Plattform von der Deutschen Schulsportstiftung betrieben.
Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt Schulsport-Arena. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.
Im Rahmen des Projekts inklusiv.digital wurde eine modulare Infrastruktur zur Entwicklung und Verbreitung länder- und phasenübergreifender OER-Inhalte in der Lehrkräftebildung aufgebaut. Die ersten Bausteine für Aus-, Fort- und Weiterbildung finden sich auf dem Portal inklusiv.digital und werden zukünftig in die Lernmanagementsysteme der Länder eingebettet.
Basis dieser Entwicklung ist der SODIX-Editor des Instituts für Film und Wissenschaft im Unterricht (FWU), die als ländergemeinsame Bildungsmedieninfrastruktur bereits über grundlegende Funktionen und Schnittstellen verfügt und die nun für die besonderen Bedürfnisse der Lehrkräftebildung und die länder-, institutions- und phasenübergreifende Entwicklung von freien Bildungsmaterialien angepasst wurde. Im Sinne einer besonderen Nachhaltigkeit wird auf der bestehenden Plattform aufgebaut und insbesondere Funktionen zur Zusammenarbeit in Teams ergänzt. So wurden umfangreiche Vorlagen, Styleguides und Strukturhilfen entwickelt, um ein effektives kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen und Qualität zu sichern. Außerdem wurde mittels verschiedener Kommentar- und Benachrichtigungsfunktionen der Austausch der Beteiligten untereinander optimiert. Schließlich organisiert eine ausgefeilte Rollenverwaltung und ein integriertes Redaktionssystem im SODIX-Editor die Kooperation aller beteiligten Personen.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projekt-Homepage.
An dem Projekt sind die Länder Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bremen beteiligt. Die Federführung liegt bei Schleswig-Holstein.
Ziel der beantragten Investitionsmaßnahme ist es, einen digitalen, KI-gestützten Bedienassistenten für die Landesplattformen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu entwickeln. Durch eine Tiefenintegration des KI-gestützten Bedienassistenten in die Landesplattformen werden die Nutzerinnen und Nutzer bei der Sicherstellung von schulorganisatorischen Angelegenheiten unterstützt und erhalten eine bessere Bedienbarkeit, eine zentrale Bedienhilfe sowie eine verbesserte Barrierefreiheit. Die zu entwickelnde Technologie kann im Anschluss auch allen anderen Ländern als Mehrwert zur Verfügung gestellt werden.
Die Entwicklung eines KI-Bedienassistenten ist ein Projekt der Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unter der Federführung von Rheinland-Pfalz.